Zusammenlegung

Harmonie: Zwei Schulen und ein Dach

Schwarzenbek. Was schon immer eng zusammengehörte, ist seit dem Sommer unter einem Dach vereint - und das funktioniert besser als erwartet. Gemeint ist die räumliche Zusammenlegung von Förderzentrum Centa-Wulf-Schule mit der Grund- und Regionalschule Nordost.

Da es nach dem Auslaufen der Regionalschule im Jahr 2017 nur noch eine große Grundschule in Nordost geben wird, stehen nach und nach mehr Räume für das Förderzentrum zur Verfügung.

Der Umzug vom Hans-Koch-Ring an die Ceseanticostraße ging vor den Sommerferien über die Bühne. Seit August werden die 26 Förderschüler in zwei Lerngruppen unterrichtet. Die Pausen verbringen sie gemeinsam mit den Grund- und Regionalschülern auf dem Hof. "Das läuft völlig unkompliziert. Damit habe ich nicht gerechnet, weil unsere Kinder so große Menschenmengen nicht gewöhnt sind", sagt Viola Hüfner, Leiterin der Centa-Wulf-Schule. Es gibt im offenen Ganztagsangebot schulformübergreifende Kurse wie beispielsweise Töpfern.

Platz reicht gerade eben

Derzeit ist es noch eng im ehemaligen Hauptschulteil der Schule Nordost. Aber im kommenden Sommer werden zwei weitere Klassen das Haus mit einem Hauptschulabschluss verlassen, so dass endlich mehr Platz herrscht. "Damit wir die Kinder richtig betreuen können, brauchen wir den Platz. Selbst nach dem Auslaufen der weiterführenden Schule wird es gerade genug Räume für alle geben. Wir haben jetzt schon wieder 100 Anmeldungen für Sommer 2013 und werden vier Grundschul-Klassen einrichten", sagt Liane Maier, Leiterin der Grund- und Regionalschule. Allein die kleine Centa-Wulf-Schule hatte an ihrem bisherigen Standort am Hans-Koch-Ring 1000 Quadratmeter zur Verfügung, aktuell sind es gerade einmal 250.

Kochen als Lebenshilfe

Während Förder- und Regionalschüler einige Kurse und die Pausen gleichzeitig besuchen, wird streng getrennt gegessen. In der Schulmensa sorgt Wilma Dekarski für warme Mahlzeiten für die insgesamt 594 Schüler. Von ihnen essen aber nur 80 bis 150 in der Mensa.

Anders sieht es bei den 26 Förderschülern aus. Sie bereiten das Essen gemeinsam in der Küche zu. "Das Kochen gehört genau wie Handwerkskurse zum sonderpädagogischen Konzept der angewandten Lebenshilfe", erläutert Hüfner. Ihre Lehrer betreuen aber auch zahlreiche verhaltensauffällige Schüler in Nordost und anderen Schulen individuell.