Unimog

Feuerwehr geht ins Gelände

Schwarzenbek (tja). Feuer im Sachsenwald, brennende Mähdrescher auf Feldern oder andere Einsätze abseits befestigter Wege: Um diese Einsatzstellen erreichen zu können, steht den Schwarzenbeker Feuerwehrleuten jetzt ein geländegängiges Tanklöschfahrzeug (TLF) zur Verfügung.

Das TLF ist auf einem Unimog aufgebaut - einem Universalmotorgerät.

"Der Name ist Programm. Im Gelände gilt der Unimog als unschlagbar", sagt Zugführer Karsten Lünse, der die Fahrerausbildung innerhalb der Feuerwehr koordiniert.

Im Sommer hatten Feuerwehrleute das schon 30 Jahre alte Fahrzeug bei der Freiwilligen Feuerwehr Königsee in Bayern abgeholt. Hintergrund: Die vorhandenen Fahrzeuge der Feuerwehr Schwarzenbek erfüllten nicht die geforderten Punkte der Risikobewertung des Innenministeriums. "Mit Hilfe des zusätzlichen Fahrzeugs können wir diese Forderung jetzt erfüllen", freut sich Wehrführer Martin Schröder über die für die Stadt günstige Lösung. Denn der Unimog konnte in Königsee für 11 000 Euro gekauft werden. Weitere 9000 Euro standen zur Verfügung, um das Tanklöschfahrzeug technisch zu überholen und mit Geräten auszustatten. "Das TLF ist bei uns vor allem für die Brandbekämpfung vorgesehen. Aber auch bei Unwetterlagen können wir das Fahrzeug gut nutzen", sagt Schröder.

In Sachen Drehleiter-Ersatzbeschaffung für die Feuerwehr wird voraussichtlich im Januar eine Entscheidung im Bauausschuss fallen. Noch werden die eingereichten Angebote ausgewertet. Ein neues Fahrzeug scheint momentan günstiger als ein Vorführmodell zu sein. In der Zwischenzeit zahlt die Stadt 3000 Euro Miete im Monat für ein Ersatzfahrzeug.