Auszeichnung

Spielen und toben mit Gütesiegel

"Geprüfte Qualität" - mit diesem Prädikat darf die Kindertagesstätte "St. Elisabeth" am Verbrüderungsring ab Donnerstag am Eingang für ihre Arbeit werben. Dann bekommt die Einrichtung der evangelischen Kirchengemeinde Schwarzenbek - ebenso wie die Kita in Labenz (Kirchengemeinde Sandesneben) - als erste in Schleswig-Holstein das "Evangelische Gütesiegel Beta".

Qualitätsmanagement

"Wir freuen uns darüber riesig, denn dieses Gütesiegel kann sich mit der ISO-Zertifizierung durchaus messen und es ist der Lohn für jahrelange Arbeit mit unserem Qualitätsmanagement", sagte die Kita-Leiterin Christina Bethien, die gemeinsam mit der Qualitätsbeauftragten der Kita, Sandra Wahlheim, nach Ratzeburg fahren wird, um das Siegel entgegen zu nehmen.

Der feierlichen Verleihung durch Pröpstin Frauke Eiben in der St.-Petri-Kirche geht eine umfangreiche Prüfung der größten Kindertagesstätte des nördlichsten Bundeslandes voraus. Die Auditorin Maren Leonhardt vom Evangelischen Bildungswerk Bad Segeberg nahm die Überprüfung im Auftrag des Verbandes Evangelische Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein e.V. vor. Dem Verband gehören 600 Kitas im Norden an.

Das Siegel wird bundesweit seit 2010 vergeben. Es belegt, dass die Kitas die Qualität ihrer Arbeit sichern und weiterentwickeln. Außerdem garantiert es, dass die Einrichtungen ein evangelisches Profil aufweisen.

Evangelisches Profil

Die Qualitätsmerkmale und -ansprüche des Siegels gelten für alle Bereiche der Arbeit. Das Spektrum reicht von der Eingewöhnung über die Gestaltung der Geburtstage, die pädagogische Arbeit, die Möblierung der Gruppenräume, die Vorbereitung auf die Einschulung bis zur Arbeit mit den Eltern und der Öffentlichkeitsarbeit. Beispielsweise hat die Kita eine festgelegte Abfolge für die Eingewöhnung aller neuen Kinder. Hier wird zunächst ein Schnuppertag vereinbart. Die Eltern werden zum "Kennenlern-Kaffee" mit der Gruppenleitung eingeladen. Der Schnuppertag dient dem Austausch von Informationen über das Kind und es wird vereinbart, wie der individuelle Einstieg in die Kindergartenzeit gestaltet werden soll, die auch stundenweise erfolgen kann. Diese Abfolge ist nur ein winziger Bruchteil in dem umfangreichen Qualitätshandbuch, das die Kita-Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit den Eltern erarbeitet haben.

Hohe Anforderungen

Diesem Handbuch lag der Rahmenkatalog für das "Gütesiegel Beta" des Bundesverbandes Evangelischer Kindertageseinrichtungen zugrunde - ein dicker Ordner mit Anforderungen, die lückenlos erfüllt werden mussten. Das konnte jedoch nur gelingen, weil sich die seit 40 Jahren bestehende Kita seit dem Jahr 2000 intensiv um die Qualität kümmert und die Qualitätsmerkmale 2006 schriftlich als 160 Seiten umfassenden Katalog festhielt.

Das Team um die damalige Leiterin Ursula Wähling hat also die Vorarbeit für das Gütesiegel geleistet. In der Einrichtung am Verbrüderungsring betreuen derzeit 25 pädagogische Kräfte 200 Mädchen und Jungen.