Im Strange

Aufpflasterung bremst Autofahrer aus

Schwarzenbek (cus). Das Neubaugebiet Im Strange ist so gut wie ausverkauft. Seit 2007 hat die Raiffeisenbank Büchen-Crivitz-Hagenow-Plate im Nordwesten der Stadt 83 Baugrundstücke entlang der Straße Im Strange erschlossen.

Bei den Alt-Anwohner rief die Erschließung nur geteilte Freude hervor: Sie klagten über Lärm und Staub durch die Baufahrzeuge und zuletzt immer wieder über Raser, die den verkehrsberuhigten Bereich als Abkürzung zwischen dem Zubringer Nord und dem Mühlenredder nutzten, obwohl der Verbindungsweg durch die Feldmark nur Anliegern offen steht. Zuletzt hatte sich Anlieger Heinz Werner Rose, Vorsitzender der Freien Wählergemeinschaft (FWS), über Raser beschwert: Mit einer alten Stoppuhr hatte er die Zeit gemessen, die Autos für die 95 Meter zwischen zwei Aufpflasterungen benötigen, und war auf Geschwindigkeiten von knapp 50 Kilometer pro Stunde gekommen.

Jetzt wurde am Einmündungsbereich zum Zubringer Nord eine weitere, sechs Zentimeter hohe Aufpflasterung eingebaut. Außerdem wurde die Fahrbahn verengt, um auch optisch auf die Tempo-30-Zone hinzuweisen. Die Baumaßnahme hat jedoch nichts mit Roses Tempomessung zu tun, sagt Bauamtsleiter Ralf Hinzmann: "Dieses Eingangstor ist bereits im Bebauungsplan enthalten. Auch die übrigen Neubaugebiete haben so eine Tempobremse bekommen."

Nachdem die Bauarbeiten im Viertel so gut wie abgeschlossen sind, sei jetzt die letzte Aufpflasterung eingebaut worden. An den Einmündungen von Friesen- und Wendenstieg, Goten-, Sorben- und Wikingerweg auf die Straße Im Strange gab es die Tempobremsen schon früher.