Familienzentrum

Kirche: "Fehlerteufel" und Familienzentrum

Schwarzenbek (cus). Das Angebot ist vielfältig, die Zahl der Taufen (2011: 62) und Konfirmationen (107) seit Jahren ebenso konstant, wie die Zahl der Beerdigungen (69).

Dennoch wird die Mitgliederzahl der evangelischen Kirchengemeinde beständig geringer: von 7000 (2009) über 6952 (2010) auf 6774 (2011). "Wer keine direkte Beziehung zur Kirche hat, der spart häufig die Kirchensteuer und tritt aus", so die Analyse von Pastor Andreas Schöer während der Gemeindeversammlung am gestrigen Sonntag.

Gleich auf zweierlei Weise soll dem ein Projekt entgegenwirken, das Schöer mit Kita-Leiterin Christina Bethien vorstellte: das Familienzentrum Nordost. Zum einen soll die energetische Sanierung der alten Gebäude rund um die Kirche St. Elisabeth helfen, Energiekosten zu senken. Zum anderen sollen durch neue Angebote auch neue Besucherkreise angesprochen werden. Für das Zentrum gibt es bereits eine Förderzusage in Höhe von 750 000 Euro durch die Aktivregion (wir berichteten), offen sind jedoch noch die restlichen Kostenin Höhe von 3,75 Millionen Euro. Im Frühjahr 2013 wird es eine weitere Gemeindeversammlung geben, auf der das Projekt und seine Finanzierung detailliert vorgestellt werden. Für die Realisierung hat der Kirchenkreis bereits einen Projektentwickler eingestellt, der die Planungen gemeinsam mit der Gemeinde vorantreibt.

Der "Fehlerteufel" hat zugeschlagen: Auf mit Info-Flyern über die Kirchenfenster verteilten Überweisungsträgern steht als Zweck "Kirchenfest". Pastorin Christiane Klinge: "Natürlich sammeln wir keine Spenden für ein Kirchenfest, sondern für die Kirchenfenster." Aber auch Spenden, die mit so einem Vordruck überwiesen wurden, kommen der Sanierung der alten Bleiverglasungen der St.-Franziskus-Kirche zugute. Bisher wurden 7000 Euro gespendet. Bis 2014 sollen es 40 000 Euro werden - ein Drittel der erforderlichen Gesamtsumme.