Friedensnobelpreis

"Das ist auch unser Preis"

Schwarzenbek. Am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels (1833 - 1896) wird alljährlich im norwegischen Nobel-Friedensinstitut in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen. In diesem Jahr geht er an die Europäische Union (EU) als entscheidende Kraft für Frieden und wirtschaftliches Wohlergehen in Europa.

"Einen Anteil daran haben auch wir", sagt Franz Kubelke, Vorsitzender der Europa-Union und meint damit das Wirken von Hans Koch. Er war von 1950 bis 1979 Bürgermeister und Motor der europäischen Verbrüderungsarbeit, für die Schwarzenbek 1961 mit dem Europapreis ausgezeichnet wurde. "Hans Koch hatte das Charisma, die Leute in einer Zeit für die Europaidee zu begeistern, in der man noch von Erbfeinden sprach", so Kubelke. Im Mai 1955 trafen sich in Genf erstmals die Bürgermeister aus Aubenas (Frankreich), Sierre (Schweiz), Zelzate (Belgien) und Schwarzenbek, um bereits im August den Verbrüderungsbund zu besiegeln, der alle zwei Jahre erneuert wird.

"Wir wollen jetzt versuchen über unsere Europaabgeordneten Karten für Preisverleihung in Oslo zu reservieren", sagt der CDU-Vorsitzende Frank Schmeil, der auch die Mitglieder der Europa-Union und des Verbrüderungskomitees Jumelage schnell von seiner Idee überzeugen konnte.

Zur Verleihung soll jedoch nicht nur eine kleine Delegation auf eigene Kosten nach Oslo reisen, auch die Bürger sollen am 10. Dezember feiern: Gedacht ist an eine Live-Übertragung der Zeremonie auf eine Leinwand im Rathaussaal sowie ein Bürgerfest auf dem Ritter-Wulf-Platz. Ein Festkomitee unter der Führung von Kubelke und Schmeil wird sich in der kommenden Woche treffen, um das Event zu planen und Spenden einzuwerben.

"Keine andere Stadt in Europa hat solch wirkungsvollste, echte europäische Arbeit geleistet wie Schwarzenbek."

Henry Cravatte, Präsident des Europäischen Gemeinderates, bei der Preisverleihung 1962.