Gastronomie

Ansturm auf die Alte Marktschule

Schwarzenbek. Um halb elf am Vormittag ist es proppenvoll in der "Alten Marktschule". Das am Morgen eröffnete Café, Bistro und Restaurant ist bis auf den letzten Platz belegt. Konrad Freiberg und seine Cousine sind zu spät, schauen sich suchend um.

"Setzen Sie sich doch erst mal an die Bar", bietet Inhaber Jaroslaw Adamowicz an und stellt den Gästen zwei Gläser Begrüßungssekt hin. Dann ist er schon wieder an der Kaffeemaschine. An ihm vorbei balanciert eine Bedienung ein Tablett mit Kaffee und Omelett. Eine andere sprintet mit einer frischen Bestellung in die Küche.

Die Schwarzenbeker sind heilfroh, dass nach mehr als drei Monaten Leere am Markt 4 wieder ein Gastronomiebetrieb aufgemacht hat. Auch Martina Meyer (45) und Helga Frye (73) lassen es sich im neuen Café der Brüder Adamowicz gut gehen und haben zwei Kaffee bestellt. "Wir waren schon im Café Vokuhl Stammgäste", erzählt Martina Meyer. Und Helga Frye sagt: "Als die zugemacht haben, hat etwas in Schwarzenbek gefehlt." Gut finden beide, dass die "Alte Marktschule" bis 21 Uhr auf hat. "Vorher sind hier schon immer um 18.30 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt worden. Das war zu früh", sagt Meyer. Trotzdem würde sie sich freuen, wenn es zusätzlich noch ein Bier-Pub in Schwarzenbek geben würde. "Das fehlt hier", sagt sie.

Heiko Munzke (42) ist der gleichen Meinung: "Bisher gibt es hier ja nur das "Postillion", wenn man abends mal was trinken gehen möchte. Da ist es aber immer voll. Eine zweite Kneipe würde der Stadt gut tun." Der 42-Jährige ist mit seinem siebenjährigen Sohn Benedikt ins Café gekommen. "Ich war früher oft zum Frühstück hier. Jetzt bin ich gespannt, was die neuen Betreiber anbieten", sagt er.

Die Speisekarte studieren auch Andrea (51) und Sarah (22) Mirow: Mittagstisch, warme Gerichte am Abend - "das hört sich gut an. Vorher konnte man hier nicht so gut warm essen", sagt Andrea Mirow. Erst mal entscheiden sich die beiden für einen Kaffee. "Beim nächsten Mal probiere ich das Rührei", sagt Sarah. Und ihre Mutter fügt hinzu: "Es schön, dass sie dem Café den historischen Namen Alte Marktschule gegeben haben." Sarah ist froh, dass das Bistro auch abends länger auf hat. "Das braucht Schwarzenbek, damit hier nach 18 Uhr noch was los ist", sagt die junge Frau.