Jugendverbände

Unterstützung gefordert

Schwarzenbek. Wo drückt Jugendverbänden der Schuh? Wie können Kommunalpolitiker - außer mit Geld - helfen?

Diese Fragen diskutierten Vertreter der Kreisjugendfeuerwehr, des Jugendrotkreuzes, der DLRG Ratzeburg und des Kreisjugendrings mit den Kreispräsident Meinhard Füllner (CDU) sowie den Abgeordneten Susanne Itzerott (FDP), Christiane Gehrmann (CDU), Rolf Ertl (Die Linke), Dorothea Salkowsky, Lennart Fey (beide SPD) und Bettina Best (Grüne).

Einmal im Jahr lädt der Kreisjugendring während der Aktionswochen der Kinder- und Jugendarbeit zu dieser Runde ein. Die Veranstaltung am Mittwochabend war bereits die dritte. Dabei wurde deutlich: Es sind ganz praktische Dinge, um deren Klärung die Jugendlichen bitten, damit ihre Arbeit vorangeht.

Richard Bennecke, Rettungsschwimmer der DLRG in Ratzeburg, beklagte, dass im Zuge der Sparmaßnahmen des Kreises die Ausleihe von Großzelten aus dem Bestand des Katastrophenschutzes eingestellt wird. "Wir brauchen die Zelte für unsere Veranstaltungen und Fahrten. Wir können sie nicht selber kaufen", sagte er. Die DLRG hat in Ratzeburg 487 Mitglieder. Davon sind 75 Rettungsschwimmer, die in Bäk und in Ratzeburg-Farchau die Badeaufsicht durchführen. Zum Vereinsleben gehören Trainingslager und Wettkämpfe, für die die Zelte gebraucht würden.

Kreispräsident Meinhard Füllner notierte die Kritik in seinem dicken Buch. "Wir werden eine Lösung finden. Vielleicht kann ein Verein die Ausleihe bewerkstelligen", sagte er.

Lisa Preuß vom Jugendrotkreuz des Kreises wünscht sich einen Kontakt mit der Arge. "Wir möchte gern, dass Kinder, deren Familien durch die Arge betreut werden, zu uns kommen", sagte sie. Die Sache hat aber einen Haken. Daten darf die Arge nicht herausgeben. Selbst das Auslegen von Flyern mit den Angeboten des Jugendrotkreuzes ist nicht gestattet.

"Das müssen wir mit dem Jugendamt und der Arge besprechen. Eventuell lässt sich das in Zusammenhang mit dem Teilhabe-Paket der Bundesregierung lösen", meinte Christiane Gehrmann. "Uns geht es gar nicht um Mitgliederwerbung. Wir sind mit 800 Kindern und Jugendlichen sehr gut aufgestellt. Uns geht es um die Kinder, die sich in unseren Gruppen wohlfühlen und auch viel lernen", ergänzte Lisa Preuß.

Stefan Jacke, Kreisjugendfeuerwehrwart, bewegt die Frage, was für die jungen Leute nach der Jugendfeuerwehr kommt und was man tun kann, damit sie bei den Wehren bleiben. "Die Jungen und Mädchen gehen in die Ausbildung. Wir wünschen uns, dass wir schnell und auf direktem Draht erfahren, wo es im öffentlichen Dienst freie Stellen und Ausbildungsplätze gibt", sagte er. "Im öffentlichen Dienst haben sie einen Arbeitgeber, der Verständnis für die Feuerwehr und die Einsätze am Tag hat." "Das lässt sich machen", sicherte Füllner zu. Christiane Gehrmann versprach außerdem, das Thema der Freistellung für Einsätze beim nächsten Wirtschaftsgespräch mit IHK und Handwerkskammer anzusprechen.