Internet

Datenautobahn via Glasfaser für Brunstorf

Brunstorf (rz). Das schnelle Internet über Glasfaserkabel kommt in die Gemeinde, wenn für 60 Prozent der Haushalte Verträge mit den Stadtwerken Geesthacht zustande kommen. 155 Unterschriften müssen es sein.

Die Gemeindevertreter machten am Donnerstagabend im Gemeindehaus am Schulweg mit der Unterschrift unter ihre privaten Verträge demonstrativ den Anfang.

Um die Brunstorfer über das Vorhaben zu informieren, sie über Einzelheiten aufzuklären und die Fragen des Hausanschlusses zu besprechen, gab es am gleichen Abend den ersten Beratungstermin im Gemeindehaus. Zu dem schweren Unfall am 5. September in Kröppelshagen, bei dem im Zuge der Bauarbeiten fürs Glasfasernetz eine Erdrakete eine Hochdruckgasleitung zerstört hatte, worauf 30 Häuser evakuiert werden mussten, wollten die Stadtwerke Geesthacht allerdings keine Fragen beantworten. Erdraketen werden für die Schaffung eines Tunnels zwischen zwei kleinen Baugruben, die am Haus und an der Straße liegen, eingesetzt. In diesen Tunnel wird das Leerrohr, das später das Glasfaserkabel aufnimmt, gesteckt.

Wer sich bis zum 12. Oktober für den einen Vertrag entscheidet, bekommt den Hausanschluss (per Erdrakete) kostenlos. Die Brunstorfer sollen im dritten Quartal 2013 das schnelle Internet haben. Für die Bauarbeiten wollen die Stadtwerke 600 000 Euro investieren. Ihr Produkt RioTainment, das Fernsehen, Festnetztelefon und Internet beinhaltet, bieten sie schon in anderen Orten an. In Dassendorf sind 90 Prozent der Haupttrassen mit den Leerrohren verlegt. In Hohenhorn sind es 100 Prozent. Dort sind auch schon 90 Prozent der Hausanschlüsse fertig. In Kröppelshagen-Fahrendorf liegen 15 Prozent der Haupttrassen und 10 Prozent der Hausanschlüsse.