Schwarzenbeker Tafel

Zum Schulbeginn sparen arme Familien am Essen

Schwarzenbek (rz). Hefte, Stifte, Kleber, Farben, Lineal und Dreieck - zum Schuljahresbeginn reißen die Ausgaben ein Loch in die Haushaltskassen von Familien mit geringem Einkommen und der Hartz-IV-Empfänger.

Schnell kommen Anschaffungen für mehr als hundert Euro zusammen. Neues Turnzeug ist in jeden Fall nötig, denn die Kinder sind gewachsen. Die Kosten: 50 bis 80 Euro. Auch das Büchergeld und ein Beitrag für die Klassenkasse werden fällig. Eine Erstausstattung für Abc-Schützen kostet gar im Schnitt 180 Euro, hat der Deutsche Gewerkschaftsbund errechnet.

Weil Familien mit wenig Geld dann am Essen sparen müssen, kommen sie zur Schwarzenbeker Tafel. "Deshalb brauchen wir mehr denn je vor allem haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Konserven oder Kekse. Von den Supermärkten bekommen wir zweimal in der Woche frische Ware", sagte die Leitern der Tafel, Anke Oeser. In der Aktion "Eins mehr" baten die Helfer die Kunden des Edeka-Marktes im Lupuspark um Spenden. Die ließen die Tafel nicht im Stich: 30 Kisten mit Lebensmitteln kamen bei der Aktion zusammen. "Wir freuen uns über alle Spenden", sagte Anke Oeser. Sieben Supermärkte, zwei Tankstellen, ein Süßwarenladen und ein Unternehmen spenden regelmäßig Lebensmittel für die Tafel. In einigen Geschäften stehen Spardosen für die Einrichtung, die jährlich zusammen etwa 500 Euro einbringen. Aber auch mit frischem Obst aus dem eigenen Garten können die Schwarzenbeker helfen. Wer die Tafel unterstützen will, kann sich unter (0 41 51) 89 79 272 melden. Die Tafel versorgt etwa 400 arme Menschen.