Bogensport

Hier ist Spannung im Spiel

Schwarzenbek. Am Klang der satt zurückschnellenden Sehne erkennt Iris Wuttke bereits, ob ihr Pfeil das Ziel auch trifft. Meistens tut er das - und sogar ziemlich genau:

Wuttke hat mit ihren Teamkollegen von der Bogensparte des TSV Schwarzenbek gerade erst bei den Landesmeisterschaften mit dem olympischen Recurvebogen Platz zwei belegt.

Mit Ehemann Andreas, mittlerweile Spartenleiter der Bogenschützen, gehört sie zu den Gründungsmitgliedern. "Vor zehn Jahren hatten der damalige TSV-Geschäftsführer Joachim Lehmann und der Vorsitzende Peter Kyrieleis zu einem Schnupperschießen mit dem Bogen eingeladen", erinnert sich Andreas Wuttke. 80 Interessierte kamen, von denen 20 am 1. Juli 2002 die Bogensportabteilung gründeten. Elf sind noch heute in der Sparte aktiv, die mittlerweile 63 Mitglieder zählt.

"Für mich ist das eine Form von Entspannung. Beim Schießen kann ich wundervoll abschalten", sagt Andreas Wuttke. Wichtig ist die Körperhaltung: Um das Ziel zu treffen, müssen die Bewegungsabläufe automatisiert sein, der Schütze immer die gleiche Haltung einnehmen. "Wir sagen dazu: Es schießt", erklärt Trainer Udo Unruh.

Obwohl der Bogen kein ungefährliches Sportgerät ist, fällt er nicht unter das Waffengesetz, da die eingesetzte Energie nicht durch eine Sperrvorrichtung gespeichert werden kann. Trotzdem gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen: So muss sichergestellt sein, dass sich niemand im Bereich der Zielscheiben aufhalten kann, und die Sportler gehen auch immer gemeinsam zum Aufsammeln der Pfeile. Für die Suche nach Pfeilen, die ihr Ziel verfehlt haben, benutzt die Abteilung sogar einen Metalldetektor. Bei Preisen zwischen sechs und 30 Euro für einen Hightech-Pfeil eine lohnende Investition. Einen Recurvebogen, so genannt wegen der gebogenen Enden, gibt es ab etwa 600 Euro. Die Mitgliedschaft kostet 13 Euro im Monat, Jugendliche zahlen 8,50 Euro.

Bereits im Mai hatten die Bogensportler die Nachbarvereine aus Hamwarde, Büchen, Ratzeburg und Seedorf-Sterley zum Jubiläumsturnier auf die vereinseigenen Anlage in der Feldmark bei Bartelsdorf eingeladen. Am kommenden Sonnabend wollen die Sportler ihr zehnjähriges Bestehen mit einer Party auf dem Hof Schütt in Bartelsdorf feiern - ohne Pfeil und Bogen.