Politik

Linkspartei will Ortsverband gründen

Schwarzenbek (rz). Nachdem Die Linke bei der Wahl den Einzug in den Landtag deutlich verpasste, will die Partei ihr Augenmerk im Kreis Herzogtum Lauenburg auf das Wirken in den Kommunen legen.

Bis zu den Kommunalwahlen am 26. Mai wird Die Linke in Schwarzenbek einen Ortsverband gegründet haben und in allen Wahlkreisen mit Kandidaten antreten. Das machte der Sprecher Volker Hutfils am Sonnabend bei einem Empfang zum fünfjährigen Bestehen des Kreisverbandes deutlich.

Am 7. Juli 2007 hatten drei Linke in Mölln den Kreisverband gegründet: Michael Schröder, Claus Peter Feindt und Yvonne Treptow. "Einen Ortsverband haben wir nur in Ratzeburg. Schwarzenbek soll der nächste sein und wir werden dafür Überzeugungsarbeit und mehr Öffentlichkeitsarbeit bei den Bürgern leisten", sagte Hutfils. Bisher hat die Linkspartei hier nur vier Mitglieder. Nachdem die Schwarzenbekerin und ehemalige Landtagsabgeordnete Ellen Streitbörger im Streit aus der Partei ausgetreten ist, fehlt ihnen sogar ein Zugpferd. Allerdings ist die Lehrerin Kreistagsabgeordnete geblieben und arbeitet dort weiterhin in der Linksfraktion mit.

"Kümmern Sie sich um Politik, bevor die Politik sich mit Ihnen beschäftigt", rät Hutfils. Die Partei kämpft zurzeit gegen Haushaltskürzungen des Kreises von insgesamt 12 Millionen Euro an, von denen auch Volkshochschule, Sportvereine, soziale Einrichtungen und Beratungsstellen betroffen wären. Hoffungen setzt Die Linke auf Ministerpräsident Thorsten Albig, der bereits angekündigt hat, das Konsolidierungsgesetz abzuschaffen und durch ein neues Sparprogramm zu ersetzen.