Familienzentrum

Im Pastorat ist die Freude riesengroß

Schwarzenbek. Vor mehreren Monaten haben Pastor Andreas Schöer und Kita-Leiterin Christina Bethien das Konzept für ein Familienzentrum am Verbrüderungsring 41 vorgestellt. Jetzt ist der Traum ein gutes Stück näher gerückt.

Am Donnerstagnachmittag haben die beiden gemeinsam mit Klaus Jennrich vom Kirchenvorstand das Projekt vor dem landesweiten Beirat der Aktivregionen in Holzbunge vorgestellt - und sie kamen mit einem Förderbescheid über 750 000 Euro zurück nach Schwarzenbek. "Das ist nach dem Umbau des alten Amtsgerichts bereits das zweite Leuchtturmprojekt in der Stadt", sagte Dagmar Lempges von der Aktivregion Sachsenwald-Elbe stolz.

"Wir haben bereits einen Architekten und können jetzt mit der Detailplanung beginnen. Baubeginn könnte im Spätsommer oder Herbst 2013 sein", erläuterte Jennrich. Knapp zwei Millionen Euro kostet es, die drei Gebäudekomplexe auf dem Gelände des Kirchenzentrums - Gemeindesaal, Kita und Pastorat - durch ein Dach und einen zentralen Saal miteinander zu verbinden und die Wärmedämmung der aus dem Jahr 1972 stammenden Häuser auf einen aktuellen Stand zu bringen. "Wir wollen ganz auf fossile Brennstoffe verzichten. Statt wie bisher mit Gas, werden wir die Anlage mit einer Sole-Wärmepumpe beheizen", sagt Pastor Schöer.

Bis zum Jahr 2017 soll der Umbau abgeschlossen sein. Die Kirchengemeinde will das Projekt mit weiteren Fördermitteln, Zuschüssen der Nordkirche und auch mit Krediten finanzieren. "Wir haben derzeit Zinsen um zwei Prozent. Wenn wir das Vorhaben nicht jetzt realisieren, wann denn dann?", fragt Jennrich.

Im Stadtteil Nordost fehlt eine Begegnungsstätte für die Familien. Ansatzweise hat das DRK mit dem an den Rot-Kreuz-Markt angeschlossenen Café einen Treffpunkt in dem Stadtteil geschaffen. Die Kirche will aber ein breiter gefächertes Angebot mit Kursen, Platz für Aufführungen und Kommunikationsangeboten unterbreiten. Auch die Familienbildungsstätte wird das Spektrum ihrer Kurse für Jung und Alt deutlich ausweiten.