Eichenprozessionsspinner

Die gefährlichen Raupen nähern sich der Stadt

Schwarzenbek (cus/sh). Seit gestern warnen in der Europastadt Schilder vor den Raupen des Eichenprozessionsspinners. Betroffen ist ein etwa ein Kilometer langer Teil des Radwegs an der Bundesstraße 404 zwischen Zubringer Nord und Radekamp. Aufgestellt wurden die Warnschilder von Mitarbeitern der Straßenmeisterei in Breitenfelde.

Bereits vor zwei Jahren hatte die für Bundes- und Landesstraßen zuständige Behörde einen verstärkten Befall an der B 5 bei Lauenburg entdeckt. "Deshalb schauen wir uns jetzt gezielt die Eichen in unserem Bereich an", sagt Leiter Joachim Simon. Aktuell gibt es Raupennester auch im Bereich der Autobahnraststätte Gudow, in Franzhagen sowie in Wentorf (wir berichteten). Für eine Bekämpfung der Larven fehlt jedoch das Geld: Die Nester werden mit Pestiziden behandelt, verklebt oder abgesaugt, um die gefährlichen Haare zu neutralisieren, die einen allergischen Schock auslösen können. Simon empfiehlt Passanten deshalb auch, die betroffenen Bereiche schnell zu durchqueren und keinesfalls an Bäumen zu rütteln. Eine Warnung ging auch an die Mitarbeiter der Straßenmeisterei, die jetzt die Grünstreifen mähen sowie an die Stadt Schwarzenbek.

"Wir nehmen diese Meldung sehr ernst. Das ist noch schlimmer als die Ausbreitung des giftigen Riesenbärenklau. Wir werden alle städtischen Bäume regelmäßig kontrollieren und die betroffenen Bereiche gegebenenfalls absperren und Warnschilder aufstellen, falls die Raupen in die Stadt vordringen", kündigt Ordnungsamtsleiter Hans-Jürgen Stribrny an. Es gibt zahlreiche Eichen im Stadtgebiet und in den Parks, aber auch auf den großen Grundstücken im Villenviertel: Dort sind die Grundeigentümer für die Kontrolle zuständig und sollten einen Befall mit dem Eichenprozessionsspinner dem Ordnungsamt melden.