Rot-Kreuz-Markt

Secondhand läuft richtig gut

Schwarzenbek (sh). Egal ob Verpflegungstrupp, Sozialstation, Rettungshundestaffel oder Rot-Kreuz-Markt: In allen Tätigkeitsfeldern des DRK-Ortsvereins Schwarzenbek gibt es ordentliche Zuwächse.

Diese Erfolgsbilanz legte der DRK-Vorsitzende Joachim Vilmar auf der Mitgliederversammlung am Dienstagabend vor.

Besonders erfolgreich ist der Rot-Kreuz-Markt am Verbrüderungsring 39. "Dieses Angebot ist aus unserer breit gefächerten Palette gar nicht mehr wegzudenken", sagte Vilmar. Dabei arbeitet der Markt fast ausschließlich ehrenamtlich und beschäftigt im Gegensatz zu Sozialkaufhäusern anderer Städte keine staatlich subventionierten Ein-Euro-Jobber. Mehr als 10 000 Kunden kamen bislang, 55 sind durchschnittlich am Tag im Geschäft, um Möbel, Kleidung, Geschirr, Spielzeuge oder andere Artikel aus zweiter Hand zu kaufen.

Allerdings muss das DRK über die Zukunft des Ladens nachdenken. Denn die Rotkreuzler sind nur Untermieter. Bis zum Februar läuft ein Mietvertrag mit Edeka, in den das DRK nach der Schließung des Getränkemarktes zu günstigen Konditionen eingestiegen ist. "Wir möchten gern an diesem Standort bleiben und prüfen die Optionen Kauf oder Miete. Die Gespräche sind aber erst am Anfang", so DRK-Geschäftsführer Stefan Fehrmann. Bei einer ersten Anfrage beim Besitzer sei ein Preis für die Immobilie genannt worden, den das DRK nicht aufbringen kann.

DRK Schwarzenbek

Der Ortsverein hat 145 aktive und 995 passive Mitglieder. Hinzu kommen 60 Mädchen und Jungen aus dem Jugendrotkreuz. Somit verfügt der Verein über 1200 Mitglieder. Und dabei fing alles ganz klein an: Kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde am 26. August 1914 die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz zu Schwarzenbek gegründet. Urheber war der Geheime Sanitätsrat Dr. Gustav Frank - mittlerweile gewürdigt in der Dr.-Gustav-Frank-Straße. Als Vorläuferorganisation gab es seit 1892 den Frauenverein.