Kinderbetreuung

Eine Anmeldung für alle Kitas

Schwarzenbek. Wer einen Kita-Platz benötigt, schaut sich zunächst die Tagesstätten an und meldet dann sein Kind an - zumeist nicht nur bei einer, sondern möglichst bei allen vier Kitas der Stadt.

Das erhöht die Chance, tatsächlich den benötigen Platz zu erhalten. Aber auch den Arbeitsaufwand für die Verwaltung: Zwei Mal im Jahr treffen sich die vier Kita-Leiter, um die Anmeldedaten abzugleichen und Mehrfachanmeldungen herauszufiltern. Künftig soll das eine zentrale Warteliste übernehmen. Das zumindest sieht ein CDU-Antrag für den Sozial- und Kulturausschuss am 7. Mai vor, der im Wesentlichen von Ursula Wähling, bis zur Pensionierung vor drei Jahren Leiterin der Kita St. Elisabeth, ausgearbeitet wurde.

Geplant ist, dass Anmeldungen zentral in der Stadtverwaltung erfasst werden. Eltern können auf dem Anmeldeformular ihre Wunscheinrichtung und mögliche Alternativen angeben. "Für die Eltern bedeutet dies ein einfacheres Verfahren und für uns mehr Planungssicherheit", sagt CDU-Fraktionschef Hans-Joachim Delfs. Geht es nach der CDU, soll im Rathaus auch keine neue Stelle für die Erfassung der Daten geschaffen werden - sie möchte die Aufgabe ehrenamtlich lösen.

Das ist dann auch der einzige Kritikpunkt von Alexander Frädrich, Leiter der Kita Konfetti des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB): "Wenn bei der Vergabe etwas schiefgeht, muss es auch einen Verantwortlichen geben. Ehrenamtlich kann man das nicht lösen." Bei aktuell vier und zum Jahresende fünf Kitas sei eine zentrale Anmeldung jedoch eine sinnvolle Lösung. Andere Kommunen hätten in diesem Bereich schon Erfahrungen gesammelt, von denen die Europastadt jetzt profitieren könne, so Frädrich: "Man muss das Rad ja gar nicht immer wieder neu erfinden."

In Schwarzenbek gibt es derzeit 613 Plätze für Hort-, Krippen- und Regelbetreuung in vier Kitas. Hinzu kommen 20 in Spielkreisen. Geplant ist, zum Schuljahresbeginn 2012/13 die Zahl der Plätze im Bereich der Festen Grundschulzeiten auf 77 zu erhöhen. Im Hortbereich sieht auch Frädrich aktuell den größten Bedarf. Die ASB-Kita hat bereits angeboten, hier eine weitere Gruppe einzurichten. Aber auch bei Regelgruppen registriert Frädrich große Nachfrage: "Auffällig ist die hohe Zahl der Fünf- und Sechsjährigen, die das letzte Jahr vor dem Schulbeginn noch mal eine Kita besuchen sollen."