Leuchtturmprojekt

Gute Chancen für das Familienzentrum

Schwarzenbek (sh). Es war das größte Bauprojekt der Nachkriegszeit in Schwarzenbek, als 1964 die Pläne für den Stadtteil Nordost vorgelegt wurden.

In dem von Mehrfamilien- und Reihenhäusern geprägten Quartier, das ehemals für Bundeswehrsoldaten und Bundesgrenzschützer geschaffen wurde, leben heute knapp 2300 Menschen aus mittlerweile 28 Nationen in gut 1000 Wohnungen. Was ihnen fehlt, ist ein Treffpunkt.

Zwar hat das DRK dort im ehemaligen Getränkemarkt einen Secondhand-Laden mit Café eingerichtet, er ist aber nur tageweise geöffnet. Jetzt will die evangelische Gemeinde das Kirchenzentrum St. Elisabeth zum Familienzentrum und zur generationsübergreifenden Begegnungsstätte für die Bewohner des Quartiers umbauen - und dabei auch noch viel Energie sparen.

Allerdings kostet die Wärmedämmung des 1972 errichteten Gebäudekomplexes und die Verbindung der einzelnen Trakte mit einer Halle für Aufführungen knapp 3,4 Millionen Euro - Geld, das die Kirche alleine nicht aufbringen kann. Nun stehen die Chancen gut, dass bis zu 750 000 Euro von der Europäischen Union in das Vorhaben fließen.

Auf der 30. Vorstandssitzung der Aktivregion Sachsenwald-Elbe in Büchen haben die Mitglieder am Mittwochabend "Grünes Licht" für das Projekt gegeben. Es soll als so genanntes Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft für die Region besonders gefördert werden. Am 21. Juni entscheidet der landesweite Rat der Aktivregionen während einer Sitzung in Holzbunge bei Rendsburg darüber. Die Chancen stehen aber nach Einschätzung von Benno Brassat, Geschäftsführer der Aktivregion, gut.

Das Familienzentrum wäre das dritte Leuchtturmprojekt im Südkreis und das zweite in Schwarzenbek. Als besonders förderfähig bewerteten die Aktivregionen den Umbau des alten Amtsgerichts an der Compestraße zum Hofladen mit Café durch die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Gut Lanken. Weiteres Leuchtturmprojekt ist der Ausbau des Elbschifffahrtsmuseums in Lauenburg.