Tafel

Lebensmittel sind oft knapp

Schwarzenbek (sh). Die Not ist groß, aber Wurst, Käse, Joghurt und frische Waren sind knapp in den Regalen der Schwarzenbeker Tafel im alten Güterbahnhof.

"Viele Einzelhändler geben uns solche Waren nicht, weil sie Angst haben, dass etwas passiert und sie in Haftung genommen werden", sagt Anke Oeser, Leiterin der Ausgabestelle. Rund 30 ehrenamtliche Helfer kümmern sich darum, dass die bis zu 110 Kunden, hinter denen oft ganze Familien stehen, satt werden. Insgesamt versorgt die Tafel so jede Woche etwa 150 Erwachsene und 70 Kinder. Die Kunden leben von Hartz IV oder haben ein so geringes Einkommen, dass sie sich einen normalen Einkauf nicht leisten können. Am Güterbahnhof bekomme sie für einen geringen Beitrag Lebensmittel. Die Waren stammen aus Supermärkten in Schwarzenbek, Geesthacht, Aumühle und Lüneburg. Was nicht verkauft wird oder nicht mehr lagerfähig ist, wird an die Geestküche der Fraueninitiative Geesthacht weitergegeben.

Das ist die Tafel

Die Schwarzenbeker Tafel gibt es seit 2004. Sie hat ihr Domizil im alten Güterbahnhof an der Bahnhofstraße. Dort versorgen die ehrenamtlichen Helfer im schnitt 90 bis 110 Kunden sowie deren Familien an den Ausgabetagen mittwochs um 9.30 Uhr und freitags ab 13.30 Uhr. Wer Lebensmittel für die Ausgabe spenden möchte, erreicht Leiterin Anke Oeser am "Tafeltelefon" unter (01 74) 1 69 60 51 oder kann eine Nachricht im Büro unter (0 41 51) 8 97 92 72 hinterlassen.