Demokratie

Senioren müssen weiter auf Rederecht warten

Schwarzenbek (cus). Seit 28 Jahren gibt es einen Seniorenbeirat in der Europastadt.

Anders als der vor vier Jahren gegründete Kinder- und Jugendbeirat haben die Senioren jedoch kein Rede- und Antragrecht in städtischen Ausschüssen. Das will Beiratssprecher Hans-Dietrich Zymny ändern - bisher jedoch vergeblich. Sein Antrag hängt im Augenblick in einer Warteschleife.

Ob man angesichts der zu erwartenden Kosten überhaupt einen derartigen Beirat wolle, fragte Gerhard Moldenhauer (CDU) im Sozial- und Kulturausschuss und musste sich von Bernhard Hildebrandt (FDP) belehren lassen: "Das ist alles im Zusammenhang des Begriffs Demokratie zu sehen." Letztlich war es jedoch Wolfgang Thiel (grüne Fraktion), der noch Beratungsbedarf anmeldete: "Wir möchten uns grundsätzliche Gedanken machen, weil viele Gruppierungen auf uns zugekommen sind und nach Teilhabemöglichkeiten gefragt haben."

Neben Jugendlichen und Senioren erlaubt die Gemeindeordnung die Gründung von Beiräten etwa für Behinderte, Ausländer, die Umwelt oder für Eltern. Jetzt soll im Haupt- und Planungsausschuss beraten werden.