Tragisch

Tödlicher Unfall auf der Bundesstraße 209

Schwarzenbek (cus). Geschockt steht eine Frau am Straßenrand, verfolgt mit Tränen in den Augen die Bergungsarbeiten, schüttelt immer wieder den Kopf.

Wenige Meter entfernt kämpfen Feuerwehrmänner aus Schwarzenbek und zwei Notärzte um das Leben eines Autofahrers - vergeblich.

Gegen 13.46 Uhr war der 55 Jahre alte Mondeo-Fahrer aus Lauenburg am Mittwoch auf der Bundesstraße 209 in Höhe Louisenhof von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Der Fahrer stirbt noch an der Unfallstelle. Sein Beifahrer, ein 40 Jahre alter Reinbeker, wird mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Laut Aussagen der Polizei schwebt er jedoch nicht in Lebensgefahr.

Der Mondeo-Kombi war aus Schwarzenbek kommend in Richtung Lauenburg unterwegs. Wieso der Fahrer in der leichten Rechtskurve in Höhe der Hausnummer 10 von der Straße abkam, ist derzeit noch völlig unklar. Laut Zeugenaussagen war an dem Unfall kein weiteres Fahrzeug beteiligt: Weder hatte der Mondeo gerade selber überholt noch musste er einem Überholer im Gegenverkehr ausweichen.

Der 55-Jährige war offenbar auch nicht zu schnell unterwegs. In diesem Bereich der B 209 gilt Tempo 70. Eine Augenzeugin, die direkt hinter dem Auto fuhr, berichtete unserer Zeitung: "Er war ganz normal unterwegs, vielleicht ein bisschen schneller, aber nicht bedeutend."

Mysteriös: An der Unfallstelle gibt es keine Bremsspuren - weder auf dem Asphalt noch auf dem leicht abschüssigen Grün des Seitenstreifens. Offenbar ist der Wagen, nachdem er von der Straße abgekommen ist, ungebremst in den Chausseebaum gekracht. Ein Sachverständiger soll nun den Ablauf des Unfalls rekonstruieren.

Für die Bergungsarbeiten war die Bundesstraße gestern bis 15.30 Uhr voll gesperrt. Eine Umleitung wurde über Müssen und Schulendorf eingerichtet.