Tanzsportzentrum

Schwarzenbek im Dreivierteltakt

Schwarzenbek. Tanzen gehört für Lothar Henneberg dazu. Ende der 80er-Jahre fingen er und seine Frau damit an. "Damals suchten wir nur einen Sport, den wir gemeinsam ausüben konnten", erzählt Henneberg.

Auf die ersten Standardtänze, die die beiden lernten, folgten Lateintänze - und als Lothar Henneberg und seine Frau alles gut genug beherrschten, begannen sie, auf Turnieren mitzutanzen.

So wie das Ehepaar hat es viele gepackt. Und mittlerweile feiert das Tanzsportzentrum Schwarzenbek an der Röntgenstraße 39 den 25. Geburtstag. Gegründet wurde der Verein am 6. März 1987 von damals 37 Tanzlustigen. "Das waren Mitglieder der Tanzsportabteilung des TSV", erzählt Lothar Henneberg. Das Problem waren die Trainingsmöglichkeiten. "Es wurde in Pausenhallen geübt, aber ideal war das nicht", sagt der Schwarzenbeker. Und so beschlossen die 37 TSVler, einen eigenen Verein samt eigenem Vereinsgebäude zu schaffen. Sie machten sich auf die Suche nach Bauland. Am Ende wurde es das Grundstück an der Röntgenstraße mitten im Industriegebiet. "Das war uns nur recht, denn wenn wir uns nach unseren Tanzveranstaltungen verabschieden, wird's auch mal laut und wir hupen", so Henneberg.

Bevor mit dem Bau begonnen wurde, musste Geld her. Wie viel das Tanzsportzentrum genau gekostet hat, will Henneberg nicht sagen, nur so viel: "Wir haben Beihilfen von der Stadt, dem Kreissportverband und vom Landessportverband bekommen. Außerdem haben wir Umlagen von unseren Mitgliedern eingenommen, viele haben auch gespendet."

Am 13. November 1992 wurde der Grundstein gelegt. Nach einer Bauphase von einem Jahr, in der auch viele Vereinsmitglieder ehrenamtlich mitbauten, wurde das TSZ mit einer Größe von 500 Quadratmetern eingeweiht. Endlich mussten die Hobbytänzer nicht mehr auf Fliesen oder Beton tanzen. 300 Quadratmeter groß ist die Parkett-Schwingtanzfläche, auf der die TSZler sich nun im Takt drehen und wiegen.

Ende gut, alles gut? Nein, denn 2004 legten Unbekannte einen Brand im TSZ, der das Gebäude fast komplett zerstörte. "Der Schaden belief sich auf 285 000 Euro", erzählt Hennberg. Ein Schock für die Tanzsportfreunde, die nun erst mal wieder auf Pausenhallen oder Firmensäle ausweichen mussten. Am 11. Dezember 2004 konnte das TSZ wiedereröffnet werden.

220 aktive und passive Mitglieder zählt der Verein, in dem es neben Tanztraining auch Tanzkreise ohne Trainer und Workshops gibt.

Zu so einem Workshop gehen auch Susanne Böer (32) und Dennis Pipoh (34) aus Basedow. Trainer Jürgen Wallmann bringt ihnen die wichtigsten Standardtänze bei. Der Grund für den Tanzeifer der beiden: "Unsere Freunde heiraten", sagt Dennis Pipoh. Die Freunde sind Kay Best (35) und Jasmin Wahls (29). Das junge Paar dreht sich ein paar Meter weiter zum Walzertakt. "Bis zum 15. Juni muss alles sitzen, dann heiraten wir", verrät Jasmin Wahls.

Um die vergangenen 25 Jahre Tanzsportzentrum zu feiern, lädt das TSZ alle Mitglieder und Interessierten für Sonntag, 11. März, um 11 Uhr in die Röntgenstraße 39 ein.