Vorstandswahl

Neuer Chef für die CDU?

Schwarzenbek (sh). Es war wohl ein wenig Überzeugungsarbeit nötig. Aber nun ist Alt-Bürgervorsteher Eckhard Gerber sicher, dass es mindestens einen Bewerber für das Amt des CDU-Vorsitzenden auf der Mitgliederversammlung am 14. März in Schröders Hotel (19 Uhr) geben wird.

Der 67-Jährige hatte das Amt im Dezember 2010 übernommen, aber gleich angekündigt, dass er nur die Wogen glätten und wieder abtreten wolle, wenn sich ein Nachfolger finde.

Wie berichtet, hatte es damals Querelen gegeben, weil Jörn Kranacher und Margret Jennrich aus der CDU und aus der Fraktion ausgetreten waren. Nach einem Abstecher zur damals gegründeten Wählergemeinschaft BUB sind beide jetzt in der FWS-Fraktion aktiv. Mit ihnen traten weitere Christdemokraten aus der Partei aus. Dem CDU-Ortsverband drohte die Spaltung.

"Jetzt ist es ruhig geworden. Wir haben aktuell 55 Mitglieder und es ist mir auch gelungen, einige Jüngere zu werben", bilanzierte Eckhard Gerber gegenüber unserer Zeitung.

Auch Untergruppierungen wie Junge Union, Senioren- und Frauen-Union, die nur noch wenige Mitglieder gehabt hätten oder auf dem Papier bestanden, wurden der Stammpartei zugeschlagen. "Das macht auch Sinn. Wer bei uns eintritt, will auch gleich politisch mitarbeiten. Dazu haben wir über die bürgerlichen Mitglieder in den Ausschüssen ausreichend Möglichkeiten. Das ist aber nur für ein Parteimitglied möglich", so Gerber.