Modellprojekt

"Hand in Hand" klappt es mit der Einschulung

Schwarzenbek (pas). "Ja, sie haben sich verändert", sagt Astrid Maaß. Die Motopädagogin spricht über ihre sechs Schützlinge. Seit etwa fünf Monaten betreut Maaß im Rahmen des Modellprojekts "Hand in Hand" Vorschüler der Kita St. Elisabeth, die verhaltensauffällig sind (wir berichteten).

"Einige von ihnen wissen gar nicht, wohin mit ihrer Energie, andere sind sehr, sehr schüchtern und brauchen Hilfe, um aus sich herauszukommen", erklärt die Pädagogin.

Bei "Hand in Hand" arbeiten die Kita, die Grund- und Regionalschule Nordost und die Eltern seit September letzten Jahres zusammen. 22 000 Euro hat die Kita vom Land pro Jahr bekommen, um das Modellprojekt, das Ende 2012 ausläuft, umzusetzen. Eine erste Bilanz fiel positiv aus.

"Man kann keine Wunder erwarten, aber jedes der sechs Kinder ist auf einem guten Weg", bilanzierte Maaß. So hätten die Sechsjährigen zum Beispiel gelernt, Regeln besser einzuhalten oder offener für die Bedürfnisse anderer zu sein. Andreas Püstow, stellvertretender Leiter der Grund- und Regionalschule Schwarzenbek Nordost: "Wir sind wirklich dankbar und froh, dass es dieses Projekt gibt und so frühzeitig an Probleme herangegangen wird." Er und seine Kollegin Sandra Schmiedel erleben immer wieder Kinder in der ersten Klasse, die nicht still sitzen wollen, sich nicht konzentrieren können, oder im Gegenteil ganz still in der Ecke sitzen und sich nicht trauen, aufzutreten - und damit den Unterricht behindern.

Astrid Maaß arbeitet ein bis zwei Mal pro Woche mit den Kindern. Basteln kann dann genauso auf dem Plan stehen wie Reden oder Fangen spielen. "Ein hyperaktives Kind muss ich dazu bekommen, dass es sich konzentriert", so Maaß. Bei schüchternen Kindern gehe es darum, das Selbstbewusstsein zu fördern. Auch wenn die Kinder jetzt bald eingeschult werden, weicht Astrid Maaß nicht von ihrer Seite - bis das Projekt Ende des Jahres ausläuft.