Trendspiel

Beim Pokern geht's um die Wurst

Schwarzenbek (daf). Ein Pokerkoffer, gefüllt mit 52 Spielkarten und bunten Chips hat mittlerweile Einzug in viele deutsche Haushalte gefunden.

Die Zeit, in der lediglich in verrauchten Hinterzimmern illegal gezockt wurde, ist vorbei. Pokern ist salonfähig geworden. Seit September letzten Jahres hat der Gesetzgeber sogar das Online-Pokern in Schleswig-Holstein legalisiert.

Am Sonnabend lag bei der Feuerwehr Schwarzenbek ein Hauch von Las Vegas in der Luft. Gezockt wurde dort um deftige Wurstwaren. Mit dabei Hania Prues aus Oldershausen und Anna Quittek aus Schwarzenbek. Die beiden Frauen traten gegen neun Spieler an. Pokern ist kein reines Glücksspiel, genaues Beobachten der Mitspieler und eine gute Taktik entscheiden über Sieg oder Niederlage. Das reizt auch Hania Prues. "Ich werde als Frau oft unterschätzt", beschreibt die Oldershausernerin den Reiz an dem Trendspiel. "Es gewinnt nicht unbedingt der mit den besten Karten, das Bluffen und Einschätzen der Mitstreiter kann auch zum Sieg verhelfen. Man muss die Nerven behalten," verrät sie. Und dann geht es auch schon los. Insgesamt elf Spieler sitzen an zwei Tischen. An Tisch zwei sitzt Peer-Thorsten Prues. Vor ihm liegt der weiße Dealerchip, der signalisiert, dass er in dieser Runde zuständig fürs Kartenausgeben ist. Nachdem die Mindesteinsätze gesetzt worden sind, verteilt er an die Spieler jeweils zwei Karten. Danach wird gesetzt. Fünf weitere Karten werden nach in der Mitte des Tisches aufgedeckt. Die Spieleinsätze (Chips) türmen sich mittlerweile in der Tischmitte. Mit aufgesetztem Pokerface wird angekündigt, wer seinen Einsatz erhöhen (raise), mitgehen (call) oder aussteigen (fold) will. Spannend ist es allemal.

Mitinitiator war Hauptfeuerwehrmann Christopher Fiß. "Skat stirbt langsam aus. Daher wollten wir mal Pokern anbieten", berichtet der 22-jährige.