SC Schwarzenbek

Kunstrasen bleibt ein Traum für 2013

Schwarzenbek (rz). "Kunstrasen 2013" - bleibt das Motto für den Fußballverein SC Schwarzenbek (SCS) - auch wenn die Stadtverordneten den vom Verein beantragten Zuschuss für das Kunstrasenspielfeld aufgrund der leeren Kassen für den Doppelhaushalt 2012/13 nicht genehmigten.

"Wir sind guten Mutes, dass der Zuschuss später gegeben werden kann und wir auf den Kunstrasen eben ein Jahr länger warten müssen. Wir brauchen ihn, damit Heimspiele hier in Schwarzenbek sicher ausgetragen werden können", sagte Wolfram Kubbutat, Vorsitzender des SCS.

Ausgeräumt wurden inzwischen Bedenken des TSV Schwarzenbek. Der Kunstrasen soll nämlich auf dem oberen Platz an der Schützenallee entstehen, weil dort schon eine Dränage vorhanden ist. Die Leichathleten hatten damit Probleme, denn dort trainieren die Speer- und Diskuswerfer. Diese Sportarten sind auf Kunstrasen nicht möglich, weil die Geräte den Belag zerstören. "Wir haben uns mit dem TSV geeinigt und werden dann auf dem unteren Spielfeld eine neue Trainingsanlage für die Werfer errichten", sagte Kubbutat.

Neben den sportlichen Ergebnissen und Zielen, ist der Kunstrasen ein Thema der Jahreshauptversammlung am Freitag, 16.März, um 19 Uhr im Vereinshaus an der Schützenallee.

Auch die Arbeit des Fördervereins "Kunstrasen für den SC Schwarzenbek", der vor knapp einem Jahr gegründet wurde, geht weiter. Am Freitag, 16. März, wollen die 36 Mitglieder in ihrer ersten Jahreshauptversammlung um 18 Uhr in der Gaststätte "To'n Schüttenkroog" beraten, wie der SCS unterstützt werden kann, den geplanten Eigenanteil von 80 000 Euro aufzubringen. Dieser Eigenanteil soll, neben dem städtischen Zuschuss die zweite Säule der Finanzierung des etwa 400 000 Euro teuren künstlichen Rasens sein. Als weitere Säulen des Konzeptes sind Fördergelder in Höhe von 120 000 Euro des Kreis- und Landesportverbandes, des Kreises und des Landes Schleswig-Holstein eingeplant. Weitere 120 000 Euro sollen über einen Kredit abgedeckt werden. Eine zweckgebundene Beitragserhöhung von 1 bis 1,65 Euro im Monat für jedes SCS-Mitglied bringen monatlich 500 Euro zusätzlich ein, mit denen der Kredit abgezahlt werden soll.

Der Förderverein will den Traum von einer immer ebenen Fläche ohne Schlammpfützen und kahle Stellen weiterhin mit dem Verkauf von symbolischen Kunstrasenparzellen an Sponsoren unterstützen. Die 900 Flächen, die etwa so groß sind wie ein DIN-A4-Blatt, kosten je nach Lage zwischen 25 und 500 Euro. Der Strafraum, die Elfmeterpunkte und der Anstoßpunkt sollen meistbietend versteigert werden. Auf einer Tafel werden später alle Sponsoren genannt.

"Bisher haben wird 115 Parzellen verkauft", sagte die Vorsitzende des Fördervereins, Ute Berbüsse. Die Mitglieder wollen künftig auch die verkaufsoffenen Sonntage der Wirtschaftlichen Vereinigung (WVS) nutzen, um die symbolischen Parzellen zu verkaufen und Mitglieder für den Förderverein zu werben.