Auktion

Edle Hölzer warten auf neue Besitzer

Lanken. Etwa 1300 Festmeter edle Hölzer liegen zurzeit auf dem Wertholzplatz in Lanken. Die Kreisforsten führen dort die traditionelle Holzauktion durch. "Spezialisten der Sägewerke aus ganz Deutschland, Dänemark und Polen begutachten die ausgestellten Stämme, geben dann darauf ihre Gebote ab", sagt Franz-Sales Fröhlich, Leiter der Kreisforsten.

Am 16. Februar wird der Zuschlag für die jeweiligen Lose an die Bieter mit dem höchsten Gebot erteilt.

"Der Platz ist gut bestückt, das ist wichtig, denn die angebotenen Stämme müssen sehr attraktiv sein, nur dann lassen sich gute Preise erzielen", erklärt der Leiter des Forstbetriebs. Zeitgleich läuft auch in Dalldorf eine Wertholzauktion des Landesforstbetriebs. Vor zwei Jahren konnten im Lauenburgischen Spitzenpreise erzielt werden. Die damals angebotenen 1000 Festmeter (vier Prozent des üblichen Holzeinschlags) brachten mit 430 000 Euro 20 Prozent der Einnahmen des Eigenbetriebs ein. 2011 zahlten die Holzeinkäufer für 763 Festmeter 313 000 Euro.

Fröhlich hofft in diesem Jahr auf ein ähnliches Ergebnis: "Es gibt keine Anzeichen, dass der Markt nicht gut laufen würde." Vor allem Eichenholz, aber auch Eschen-, Douglasien- und Lärchen-Stämme liegen in Lanken. Fröhlich: "Das Holz, das wir hier anbieten, ist so hochwertig, dass es vor allem in Furnierwerken verarbeitet wird. In der Möbelindustrie ist als Trend gerade Esche sehr gefragt, weil die Menschen jetzt dunkel gemasertes Holz mögen." Aber auch Material für hochwertige Holzfußböden wird aus den 150 bis 250 Jahre alten Baumstämmen gesägt, ebenso Holz für Tischlerarbeiten.

Durchschnittlich zehn Gebote wurden in den vergangenen Jahren von den knapp 30 Bietern pro Los abgegeben. "Was wir hier haben, sind die Früchte der Waldpflege von Generationen an Forstleuten", erklärt Fröhlich in Anbetracht des hohen Alters der Bäume, die zum Verkauf stehen. Der Chef der Kreisforsten muss deshalb langfristig denken und für immer neuen Nachschub sorgen.

Der Baumbestand im Wald ist inventarisiert, so dass die Förster in ihren Revieren einen Überblick haben und genau wissen, welche Bestände wann reif zum Fällen sind. "Der Betrieb eines Waldes ist ein sehr langfristig ausgerichtetes Geschäft, wir setzen auf Nachhaltigkeit", sagt der Forstchef. Der Kreis Herzogtum Lauenburg ist im Land der größte kommunale Waldbesitzer. Die Kreisforsten bewirtschaften eine Fläche von 9300 Hektar, darunter 8200 Hektar Wald.