Schlittschuhlauf

Eisvergnügen auf eigene Gefahr

Schwarzenbek (cus/sh). Sie kamen mit Autos oder zu Fuß, hatten Schlitten und Kinderkarren dabei und waren allesamt warm eingepackt: Das sonnige Winterwochenende nutzten Hunderte Schwarzenbeker zu einem eisigen Vergnügen: Schlittschuhlaufen.

Zwar warnen die Behörden noch vor dem Betreten großer Eisflächen wie Elbe oder Alster, doch die Regenrückhaltebecken der Europastadt sind schon dick zugefroren. Etwa 20 Zentimeter misst das Eis auf dem Regenrückhaltebecken an der Lauenburger Straße direkt neben dem Feuerwehrgerätehaus.

Zum letzten Mal hatten die freiwilligen Helfer der Feuerwehr und ihres Fördervereins im Winter 2009/10 zum Eislaufvergnügen eingeladen - damals noch auf dem Regenrückhaltebecken an der Kollower Straße. Am kommenden Wochenende soll das Spektakel wieder stattfinden: Diesmal an der Lauenburger Straße.

Mit Punsch und Wurst wollen die Feuerwehrleute die Schlittschuhläufern versorgen, auch ein Flutlichtlaufen bei Nacht ist angedacht. Zur Generalprobe am vergangenen Wochenende hatten die Helfer schon ihre Holzbuden am Rand der Eisfläche aufgebaut.

Das Betreten der Eisflächen im Stadtgebiet erfolgt grundsätzlich auf eigene Gefahr. Die ist zumindest im Bereich des Regenrückhaltebeckens an der Lauenburger Straße nicht groß. Laut Feuerwehr liegt die Wassertiefe bei weniger als einem halben Meter. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte bis zum kommenden Wochenende warten: Am Sonnabend und Sonntag wachen die Feuerwehrleute täglich ab 12 Uhr über die Eisläufer. Auch eine Übung zur Eisrettung ist geplant.

Die Stadt wird allerdings grundsätzlich keine Eisflächen freigeben. "Dafür wäre eine Untersuchung der Eisdecke von einem Fachmann erforderlich. Das können wir uns nicht leisten. Eltern sollten ihre Kinder in jedem Fall auf die Gefahren aufmerksam machen", sagt Petra Scheerer vom städtischen Ordnungsamt.