Suche nach Vergewaltiger

1000 Schwarzenbeker sollen zum Speicheltest

Schwarzenbek (lno/tja). Mit einem Gentest an mehr als 1000 Männern aus Schwarzenbek und Umgebung hofft die Polizei, eine fast vier Jahre zurückliegende Vergewaltigung aufzuklären.

Im März 2008 war eine damals 39 Jahre alte verheiratete Mutter in einer Wohnung in Schwarzenbek vergewaltigt worden. Am Tatort sei damals eine DNA-Spur gefunden worden, die möglicherweise zum Täter führen könnte, sagte eine Polizeisprecherin gestern.

Auf Basis eines vom Landeskriminalamt in Kiel erstellten Täterprofils sollen nun in den kommenden Tagen mehr als 1000 Männer schriftlich um Abgabe einer Speichelprobe gebeten werden. Weitere Einzelheiten will die Polizei am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Schwarzenbek bekannt geben.

Schon vor zehn Jahren konnte dank eines Massen-DNA-Tests in Schwarzenbek eine Straftat geklärt werden. Damals schnappte die Polizei einen Doppelmörder, nach dem zuvor zwei Jahre lang vergeblich gesucht worden war. Es war die erste groß angelegte DNA-Untersuchung in Schleswig-Holstein. Überführt wurde ein damals 42 Jahre alter Mann, der Tür an Tür mit den Opfern gelebt hatte. Er hatte die Speichelprobe schon am zweiten Tag der Aktion freiwillig abgegeben. Auf einen ähnlichen Erfolg hoffen die Beamten nun wieder.