Bauerntag

Wie sicher sind unsere Lebensmittel?

Schwarzenbek (cus). Im Januar 2011 war es Dioxin, das in Eiern und Fleisch von Geflügel und Schweinen gefunden wurde: Ein Futtermittelhändler aus Uetersen hatte Industriefette unter die Futtermittel gemischt.

Es dauerte nur bis Mai, bis der nächste Lebensmittelskandal die Verbraucher erreichte: Mehr als 50 Menschen starben an dem EHEC-Erreger. Fast zwei Monate lang scheuten sich die Deutschen, Gemüse zu essen, bis ein Sprossenbetrieb im niedersächsischen Bienenbüttel als mutmaßlicher Verursacher ermittelt wurde.

Indessen sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung in Berlin: "Lebensmittel in Deutschland sind sicher. Dennoch müssen wir stets auf mögliche Zwischenfälle vorbereitet sein." Der Leiter des vor zehn Jahren gegründeten Instituts ist Hauptredner beim 75. Kreisbauerntag. Mehrere Hundert Landwirte werden zu der traditionellen Veranstaltung des Kreisbauernverbandes am Mittwoch, 8. Februar, in Schwarzenbek erwartet.

Gastredner Hensel wird in seinem Beitrag auf Lebensmittelskandale wie Dioxin, EHEC und den Einsatz von Antibiotika in der Tiermast eingehen. "Unser Ziel ist es, Krisen zu vermeiden, bevor sie entstehen", beschreibt Hensel die Arbeit seines Instituts. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) berät die Bundesregierung und die Bundesländer im Bereich der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Der 75. Kreisbauerntag beginnt am Mittwoch um 10 Uhr in Schröders Hotel, Compestraße 6. Der Eintritt ist frei. Wegen des großen Andrangs sollten die Besucher frühzeitig anreisen.