Gaudimax-Turnier

Sport mit ganz viel Spaß

Schwarzenbek. Die Stimmung war super, dennoch hängt der Himmel in der Sporthalle Buschkoppel nicht voller Geigen, sondern voller Bälle. Dutzende Basket-, Hand- und Volleybälle verfangen sich im Laufe des Jahres im Gestänge der Dachkonstruktion.

Bei der alljährlichen Inspektion der Lampen kommt ein Großteil zurück auf den Hallenboden.

Doch die war am Wochenende nicht angesagt und so musste bei der 20. Auflage des Gaudimax-Turniers bereits nach den ersten drei Begegnungen mit weichen Softbällen weitergespielt werden. "Das ist ja ein Ding", wunderte sich Alexander Bleck. Die Unwucht-Bälle, die Bleck gemeinsam mit Jörn Brütt, beide absolvieren beim TSV ein Freiwilliges Soziales Jahr, eigens wegen ihrer "eierigen" Flugbahn ausgesucht hatte, hingen allesamt an der Decke.

"Wir spielen mit dem Softball weiter", verkündete Abteilungsgeschäftsführer Gerd Zawidzki, der in buntem Frack und Zylinder gut gelaunt das Turnier moderierte. Für die Mannschaften des DRK, der Kreissparkasse, der Stadt und der Firma Fette sowie für 600 Zuschauer war der Spaß dennoch garantiert. Neben dem Brennballturnier hatten die Teams nämlich noch weitere, lustige Spiele zu absolvieren: Angefeuert von Kollegen, Freunden und der Familie galt es, einige Schikanen und Hindernisse zu überwinden - mit Schwimmflossen an den Füßen.

Das in den Vorjahren übliche Zwischenspiel des Handball-Nachwuchses fiel diesmal aus: Dafür gab es eine einstündige Show mit Auftritten der jungen Sportler des Tanzsportzentrums Schwarzenbek (TSZ), der Gruppen der Schwarzenbeker Tanzwerkstatt und der Turner-Leistungsriege des TSV, für die es vom Publikum reichlich Applaus gab.

Das "Gaudium Maximum"-Turnier (lateinisch für größte Freude) dient seit 20 Jahren einem guten Zweck. Mit Kuchenbuffet, Imbiss und Kinderschminken wird Geld für den Handballnachwuchs gesammelt. Für Trikots, Bälle, Turniere und Trainingscamps erhalten die jungen Sportler seitdem einen Zuschuss aus der Kasse des Fördervereins: Im vergangenen Jahr insgesamt 3000 Euro. "Wie viel wir diesmal eingenommen haben, wird noch ausgerechnet. Das Turnier war auf jeden Fall ein großer Erfolg", so die Bilanz von Ulrich Werner, ehrenamtlicher Geschäftsführer des Fördervereins.