Winterschlussverkauf

City lockt Schnäppchenjäger

Schwarzenbek (sh). Die Fahnen und Aufsteller sind kleiner geworden als im vergangenen Jahr - die Rabatte auch. Trotzdem können Kunden schon einige Schnäppchen machen.

Obwohl der Winterschlussverkauf traditionell erst Ende Januar beginnt, haben viele Einzelhändler und Filialisten bereits jetzt Winterware reduziert. Grund sind die vollen Lager wegen der milden Witterung. "So richtige reine Winterschuhe gibt es eigentlich nicht mehr. Aber trotzdem brauchen wir Platz. Früher haben die Kunden im Schlussverkauf auf Vorrat für das nächste Jahr gekauft. Heute geht es mehr nach aktueller Mode und es wird dann zugeschlagen, wenn der Bedarf für Saisonware da ist", sagt Schuhhändler Uwe Krützmann, der zugleich Sprecher der Arbeitsgruppe Einzelhandel in der Wirtschaftlichen Vereinigung (WVS) ist. Derzeit werben die Kaufleute mit Rabatten von 20 bis 50 Prozent. Aber Thomas Hagen, Sprecher der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, mahnt: "Nachlässe gibt es das ganze Jahr. Man sollte sich jetzt von den Preisschildern nicht verführen lassen und nur das kaufen, was man auch wirklich braucht. Winterkleidung kann man ohnehin erst tragen, wenn es richtig kalt ist und nicht so mild wie im Augenblick. Also lohnt sich das Warten auf weitere Rabatte."

Schlussverkauf zum Saisonende

1950 führte das Bundeswirtschaftsministerium die "Verordnung über Sommer- und Winterschlussverkäufe" ein. Der Winterschlussverkauf fand in der letzten Januarwoche und ersten Februarwoche statt, der Sommerschlussverkauf in der letzten Juliwoche und der ersten Augustwoche. Die Aktionen waren beschränkt auf saisonabhängige Waren. Seit 2004 können Schlussverkäufe nach Belieben durchgeführt werden und unterliegen keiner Warenbeschränkung mehr.