Schwarzenbek ehrt zwei verdiente Bürger

Engagierte Streiter zum Wohle der Europastadt

Schwarzenbek (sh). Gute Tradition ist es, beim Neujahrsempfang verdiente Bürger der Stadt auszuzeichnen.

Allerdings konnte eine Geehrte die Auszeichnung nicht persönlich entgegen nehmen und hat ihren Ehemann geschickt: Irene Schnoor liegt zurzeit im Krankenhaus. Seit 1977 hat sie sich für die Stadt und deren Bürger ehrenamtlich eingesetzt: Zunächst im Deutschen Hausfrauenbund, ab 1996 auch im Freundeskreis Amtsrichterhaus. Und 2003 wurde Irene Schnoor ehrenamtliche Plattdeutsch-Beauftragte der Stadt. Bürgervorsteher Karsten Beckmann würdigte dieses Engagement und übergab Blumen und Ehrenurkunde an Jürgen Schnoor. Die 72-Jährige wird noch einige Zeit im Krankenhaus bleiben müssen, der für Mittwoch, 20. Januar, angesetzte plattdeutsche Gesprächskreis wird aber trotzdem stattfinden. Los geht es um 17 Uhr in Schröders Hotel an der Compestraße 6.

Ebenfalls ehrenamtlich aber in einer ganz anderen - für die Stadt aber sehr wichtigen - Funktion ist Dr. Thian-Fong Tjan aktiv. Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt wurde in Indonesien geboren, studierte in Kiel Medizin und praktiziert seit 1985 in Schwarzenbek. Schon der verstorbene schleswig-holsteinische Ministerpräsident Uwe Barschel, mit dem Tjan gemeinsam studierte, griff für sein Südostasien-Engagement auf das Wissen des Mediziners zurück. Für die neuen Kontakte der Europastadt zu China ist Tjan das "Tor nach Asien" beziehungsweise für die Asiaten das "Tor zu Schwarzenbek".

Vor eineinhalb Jahren hat er die städtische Delegation als Dolmetscher nach Haimen begleitet und ist seitdem stets zur Stelle, wenn Chinesen Schwarzenbek besuchen - ohne einen Cent zu berechnen.

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