Weihnachtsbasar

Schwestern bauen Klinik in Tansania

Reinbek (kv). Selbstgebastelte Kekse und Gestecke: Patienten und Besucher wurden am Wochenende im Krankanhausfoyer von den Schwestern des Ordens zur Heiligen Elisabeth verwöhnt.

Doch was auf den ersten Blick wie ein Basar aussah, war auf den zweiten viel mehr: "Mit dem Erlös dieser Aktion wollen wir unserem Projekt in Maganzo im Nordostens Tansanias helfen", erklärte Schwester Alicja. "Nach der letzten Post aus Afrika kam mir die Idee, dass auch wir einen weiteren Beitrag dazu leisten können."

So wurde der Nachmittag gleichzeitig zu einer Informationsveranstaltung. Schwester Luise zeigte am Laptop Fotoaufnahmen. Eine Stellwand lieferte zusätzliche Einblicke: Die Schwestern der Heiligen Elisabeth bauen in Maganzo ein Gesundheitszentrum. Seit Oktober 2011 sind Schwester Oberin Chiara Lipinski, Schwester Maria, Schwester Benedykta und Schwester Agnes Osochocka vor Ort. "Wir korrespondieren über Briefe und Mails mit ihnen", sagt Schwester Alicja. Das Gebäude für das kommende Hospital in Maganzo stehe schon. Es gibt sogar schon ein paar Betten. Doch was die Ausrüstung anbelangt, fehlt noch vieles. "Wir brauchen medizinische Geräte, Medikamente, Pflegeutensilien und weitere Betten", so Schwester Alicja. Geplant sei, einmal über 70 Betten zu verfügen, in denen Patienten stationär behandelt werden könnten.

Zu den größten Gesundheitsproblemen in Tansania gehörten Malaria, AIDS, Tuberkulose, die Schlafkrankheit und Durchfallerkrankungen. Da Maganzo ist ein kleines Dorf ohne gesundheitliche Versorgung. "Es gab noch nicht einmal eine Wasserleitung. Als wir eine bauten, merkten die Leute, dass das Wasser viel zu salzig war, um es zu trinken oder damit medizinisch zu arbeiten". Aufgrund dieser Rückschläge und einer anderen Mentalität der Menschen in Afrika sei nicht vorhersehbar, wann das Gesundheitszentrum fertiggestellt werden könne.

Schwester Agnes Osochocka schreibt: "Die Menschen hier haben Zeit füreinander. Sie besitzen keine materiellen Reichtümer, aber sie haben offene und reiche Herzen."

Wer noch spenden möchte, kann sich an Schwester Martina Drzymota wenden, Fax: (040) 72 80-23 14 oder -22 47, E-Mail: sr.martina@web.de . Infos gibt es auch auf der Webseite: www.schwestern-vdhl-elisabeth.de/Afrika .