Rohrbruch

40 Haushalte fast einen Tag ohne fließendes Wasser

Reinbek (amü/hof). Bis gestern Nachmittag mussten 40 Haushalte an der Klosterbergenstraße mit dem Wasser haushalten. Duschen und Baden fiel aus, denn am Sonntagabend war gegen 20 Uhr in Höhe der Hausnummer 59 ein Wasserrohr gebrochen. Es tröpfelte nur noch aus dem Hahn.

"Wir mussten den Druck herunterfahren und haben für die Versorgung seit Montagmorgen einen Wasserwagen an der Straße aufgestellt", sagt Ole Braukmann, Sprecher von Hamburg Wasser.

Das beschädigte Rohr liegt in etwa 1,30 Meter Tiefe, erklärte Vorarbeiter Christoph Dolzanski von den Hamburger Wasserwerken gestern Mittag. Es handelt sich dabei um eine sogenannte DN 250er Frischwasserleitung. Das geborstene Graugussrohr hat einen Durchmesser von 25 Zentimetern. Der Experte schätzt, dass ein Lochfraß oder ein Querbruch zum Leck geführt haben könnte. Mit Bagger und Pumpen rückten die Mitarbeiter der Wasserwerke an, um die Bruchstelle zu reparieren.

Die Baustelle befand sich direkt vor dem Haus von Peter Steder. "Ich bin froh, dass es nicht auf meinem Grundstück passiert ist", sagte der pensionierte Lehrer. "Wir haben unsere Leitungen leer laufen lassen und das Wasser in zwei Eimern aufgefangen." Für Toilettengänge und Katzenwäsche hätte es gereicht. Den aufgestellten Trinkwasserwagen brauchte der 78-Jährige nicht aufzusuchen. Es sei auch nicht nötig gewesen, die Badewanne volllaufen zu lassen. Denn so ganz sei das Wasser nicht weg gewesen, ab und an tröpfelte es wieder aus den Wasserhähnen. So wie ihm ging es offensichtlich vielen Anwohnern, denn bis zum Nachmittag wurde der an der Straße deponierte Wasserwagen nur von einem Anwohner angezapft, hat der Vorarbeiter beobachtet. Dem Einsatz der Bauarbeiter vorausgegangen war am Vorabend ein "Fluteinsatz" der Reinbeker Freiwilligen Feuerwehr. Damit die ebenso alarmierten Mitarbeiter von Hamburg Wasser an das Leck in der Erde kamen, musste die Polizei einen parkenden Pkw entfernen.

Das Leitungsnetz der Hamburger Wasserwerke umfasst 5412 Kilometer, sagt Braukmann. Damit es an der Klosterbergenstraße wieder dicht ist, wurde ein sechs Meter langes Rohrstück neu verlegt.