Mensa

Jetzt wird endlich aufgetischt

Reinbek. Die mageren Zeiten sind vorbei. Seit gestern hat die neue Mensa der Sachsenwaldschule geöffnet. Paula Andrade und ihr Team waren seit acht Uhr morgens im Einsatz, um den hungrigen Schülern mittags die Auswahl zwischen Hähnchenfilet "Gärtnerinnen Art", Jägertopf mit Country Potatos und gemischtem Salat bieten zu können.

Für den Anfang rechnet die neue Kantinenchefin mit täglich hundert Essensgästen. "Aber auch tausend würden wir schaffen", sagt die sympathische Portugiesin selbstbewusst. Erfahrung hat sie. Rund 1400 Mitarbeiter der Glinder Firma Honeywell verköstigt sie bereits seit sieben Jahren. Hauptsitz des Kantinenservice ist Reinbek.

Seit Wochen hatten Eltern die Schüler mit einfachen Speisen bei Laune und den Betrieb am Laufen gehalten. Die offizielle Eröffnung der Mensa war gescheitert, weil es mit dem vorgesehenen Betreiber vertragliche Unstimmigkeiten gegeben hatte.

Paula Andrade bietet an Schultagen täglich zwei Menüs für 3,50 Euro an, darunter ein vegetarisches, sowie Salat und Desserts. Zusätzlich gibt es Snacks, Obst, Croques und Wraps sowie verschiedene Getränke. Georgis Papadopolus, Lebensgefährte und Mitgeschäftsführer von Paula Andrade, betont, dass die Schüler beim Essen durchaus Mitbestimmungsrecht haben. "Wir sind auf das Feedback angewiesen, wollen uns nach dem Geschmack der Jugendlichen richten", sagt er. Denkbar sind auch kulinarische Themenwochen mit Länderschwerpunkten in der Mensa. Kalorien und Nährwerte hat das Andrade-Team dabei immer im Blick. Denn, so Lehrer Thorsten Klüver: "Die Schüler sollen gut essen und satt sein, aber nicht träge werden. Der Schultag ist schließlich lang."

Sebastian Witt (16) und Robin Römer (15) nutzten gestern Minuten vor ihrer Physikklausur die Gelegenheit, die ersten Essensmarken in der neuen Mensa zu kaufen. Beide entschieden sich für das Hähnchenfilet. "In den letzten Wochen habe ich mir Essen in der Schul-Mikrowelle warm gemacht", erzählt Römer. Diese Zeiten sind nun vorbei.

"Die Schüler sollen gut essen, aber nicht träge werden. Thorsten Klüver, Lehrer