Gymnasium

Riesengroßes Open-Air-Konzert

Wentorf (iku). Diese Zahl ist beachtlich: 150 Schüler des Wentorfer Gymnasiums werden am Sonnabend, 8. Dezember, 10 Uhr, ein Blaskonzert im Casinopark geben. Einzige Bedingung: Das Wetter spielt mit.

Die Schüler möchten zeigen, was sie können, und das nicht immer nur den Eltern. Sie alle haben sich am Gymnasium für einen musischen Schwerpunkt entschieden. Die einen schnuppern in den Musikklassen der Jahrgangsstufen fünf und sechs zunächst rein. Die älteren Schüler ab der siebten Klasse haben sich fest für den Musikzweig entschieden.

270 Streicher und Bläser sind am Gymnasium organisiert. In 16 verschiedenen Ensembles spielen die jungen Menschen Musik von der Klassik bis in die Moderne. Darüber hinaus gibt es noch 190 Chorsänger an der Schule.

Mit der musischen Ausrichtung profiliert sich das Wentorfer Gymnasium, denn in den Bildungsstätten steht langsam Wettbewerb mit anderen Schulen auf der Tagesordnung. Die demografische Entwicklung ist unaufhaltsam, die geburtenstarken Jahrgänge lassen nach. Da müssen sich auch die Schulen nach lernwilligen Schülern strecken, sich profilieren. In Wentorf gibt es den Musikzweig seit acht Jahren, Sándor Samu ist seit zwei Jahren für diesen Bereich verantwortlich. "Für mich ist es besonders reizvoll, mit interessierten Kindern über Musik zu sprechen."

Für die Schule sei die musische Ausrichtung mehr als ein Instrument zu erlernen, es sei ein pädagogisches Konzept. "Durch die musische Ausbildung werden bei den Kindern intellektuelle, emotionale und kognitive Fähigkeiten geweckt." Schulleiter Hans-Joachim Mayer ist vom Schulprofil überzeugt. Erfahrungen zeigten, dass die Musik die Klassengemeinschaft und die soziale Motivation stärke. "Ein Schüler, der in einem Orchester spielt, lernt mit anderen zu kooperieren, erwirbt Fähigkeiten wie Teamgeist und Rücksichtnahme", so der Fachschaftsleiter Samu.

Die Fünftklässler beginnen ohne Vorwissen mit dem Instrument. Doch auch Kinder mit Vorkenntnissen sind willkommen und werden musisch in anspruchsvolleren Gruppen gefördert. 450 Kinder haben sich im laufenden Schuljahr für eine musische Ergänzung entschieden.