Ganztagsbetreuung

Awo übernimmt Trägerschaft

Reinbek (amü). Die Offene Ganztagsschule (OGS) im Schulzentrum erhält eine neue Perspektive.

Der Förderverein hatte die Trägerschaft zum 31. Januar gekündigt. Jetzt übernimmt die Awo das Ruder in der Ganztagsbetreuung für die Schüler. Der Kreisverband hatte sich um das Projekt beworben und jetzt von den Mitgliedern des Schul- und Sozialausschusses grünes Licht für die Übernahme bekommen.

Trägerschaft ermöglicht Brücken zur Jugendarbeit

"Wir freuen uns und haben viele Ideen", sagt Michel Richter-Brehm. Der Leiter des Jugendzentrums der Awo, JUZ am Schloss, wird die Angebote der Offenen Ganztagsschule koordinieren. "Das Feld ist eine spannende Herausforderung und bietet viele Möglichkeiten, Brücken zur Jugendarbeit zu bauen", sagt Richter-Brehm.

Die Awo werde erst einmal an das bestehende Angebot anknüpfen und dann eigene Schwerpunkte setzen. "Wir wollen vor allem die Schüler in die Planung einbeziehen, um herauszufinden, wie sie ihren Nachmittag verbringen möchten", so Richter-Brehm. Die Awo übernimmt auch die Aufgabe, die Schüler mit Essenangeboten zu versorgen. Der Schwerpunkt solle jedoch auf Inhalte für die Projektarbeit mit den Kindern und Jugendlichen gelegt werden. Die könnten auch in das Mittagessenangebot, zum Beispiel mit einem Jugendrestaurant, eingebunden werden.

Basierend auf den bisherigen Angeboten des Schulvereins, stehen aus Elternbeiträgen, Zuschüssen aus Stadt und Land etwa 53 000 Euro für Honorarkräfte pro Schuljahr zur Verfügung. Im April muss das Programm stehen, dann werden die Zuschüsse beim Land beantragt, erläutert Richter-Brehm.

"Wir trafen unsere Entscheidung auch mit der Zielsetzung, die Offene Jugendarbeit in der Stadt noch stärker mit der OGS zu verknüpfen, um vorhandene Ressourcen an Raum und Fachkräften für die Schüler nutzbar zu machen und die Selbstorganisation zu stärken", sagt Anette Schmitt, Geschäftsführerin des Kreisverbandes.