Dachbinder

Hier setzt die Rettung der TSV-Halle zur Landung an

Reinbek (sho). Die Rettung für die Uwe-Plog-Halle rollte mit mehreren Schwerlasttransportern an. 33 Meter lang, 5,5 Tonnen schwer und für die nächsten 70 Jahre gebaut - das sind die Eckdaten der Brettschichtholzbinder, die die alten Fachwerkbinder auf der TSV-Sporthalle ersetzen.

Millimetergenau werden sie derzeit von Fachleuten der Reinbeker Zimmerei Boysen eingesetzt. Die Binder wurden am Stück geliefert, nur die Spitze musste vor Ort per Hand aufgesetzt werden. "Der Binder wäre mit der Spitze zu breit für den Transport gewesen", erklärt Bauamtschef Sven Noetzel. Zusammen mit der verantwortlichen Projektleiterin Susann Jandt-Wahls überzeugte er sich gestern vom reibungslosen Ablauf der Arbeiten. Normalerweise könnte heute mit dem Einsetzen des letzten Binders auch Richtfest gefeiert werden. Dafür fehle der Stadt bei den zahlreichen Bauprojekten derzeit jedoch die Zeit, so Noetzel.

Wenn die Binder eingesetzt sind, wird die Dachhaut aufgezogen. Ist die Halle dicht, kann das Innengerüst abgebaut und der Fußboden von der Schutzfolie befreit werden. Dann werden Hitzestrahler an der Decke angebracht, Trennwände aufgestellt und die Beleuchtung installiert. Wenn weiterhin alles glatt läuft, kann die TSV Reinbek am 15. November groß feiern. Dann übergibt die Stadt die Sporthalle wieder dem Verein. Damit enden Jahre, in denen die TSV und ihre Mitglieder jedem Winter mit Bangen entgegengesehen haben. Belastung durch Schnee bedeutete wegen des maroden Dachs eine Sperrung der gesamten Halle. In den kommenden Wochen wird sich zudem entscheiden, ob diese noch eine neue Fassade bekommt. Dies ist dann der Fall, wenn Fördergelder vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) fließen. Saniert würde bei laufendem Betrieb im Frühjahr 2013.