Munitionsfund

Kampfmittelräumdienst rückt auf Recyclinghof an

Reinbek (sho). Normalerweise sorgen sie für die kontrollierte Entsorgung von alten Farben, Fernsehern von anno dazumal, rostigen Toastern oder alten Gartenmöbeln.

Gestern jedoch entdeckten die Mitarbeiter des Recyclinghofes in Schönningstedt zwischen alten Farb- und Lackdosen Munitionshülsen. Sofort alarmierten sie die Polizei, die wiederum den Kampfmittelräumdienst anforderte. Obwohl von den Knall- und Reizstoffpatronen keine Gefahr ausging, mussten die Experten gerufen werden. Bei einem solchen Fund sei dies der normale Ablauf, so die Polizei.

Ob der Verursacher die Munition ganz dreist unter seine Lackdosen mischte oder völlig ahnungslos handelte, bleibt wohl sein Geheimnis. Fest steht: Es ist verboten. Wer alte Munition zu Hause hat, die er gern loswerden möchte, muss sie bei der Polizei abgeben. Diese gibt sie weiter an den Kreis, der sie vernichten lässt.

Der Fund sorgte auch bei der Abfallwirtschaft Südholstein GmbH für Erstaunen. "Es ist mir nicht bekannt, dass zuvor jemand in den letzten Jahren auf die Idee gekommen ist, Munition auf einem Recyclinghof abzugeben", sagt AWS-Pressesprecher Olaf Stötefalke. Er geht davon aus, dass der vermeidbare Einsatz des Kampfmittelräumdienstes letztendlich vom Steuerzahler bezahlt werden muss.