Ausbildungsmarkt

Für Schüler: 70 Berufe auf einen Blick

Reinbek. Beim 4. Reinbeker Ausbildungsmarkt am Mittwoch, 26. September, werden von 9 bis 15 Uhr ganz dicke Bretter gebohrt. 48 Firmen - 15 mehr als 2011 - stellen 70 Ausbildungsberufe und Ausbildungswege vor

. Das Angebot bringt das Sachsenwaldforum, Hamburger Straße 8, flächenmäßig an seine Kapazitätsgrenze. Etwa 800 Schüler sind fest angemeldet, um sich über Berufe wie Teilezurichter, Fleischer, Graphikdesigner, Drogist, Informatikkaufmann, Polizist oder auch Ökotrophologe zu informieren.

"Der Reinbeker Ausbildungsmarkt ist schon fast Tradition und dank der guten Zusammenarbeit mit dem Verband der Südholsteinischen Wirtschaft e.V. (VSW) richtig gut eingeführt", lobte Bürgermeister Axel Bärendorf. Es sei unübersehbar, dass die Firmen erkannt hätten, dass sie sich um die Fachkräfte von morgen bemühen müssten. "Das geht den kommunalen Verwaltungen genauso", so Bärendorf. Auch Reinbek, Glinde, Barsbüttel und Wentorf informieren über ihre Ausbildungsberufe.

Das große Interesse der Firmen, geeigneten Nachwuchs kennenzulernen, konkretisierte Michael Pohle, in der Stadt zuständig für die Wirtschaftsförderung: "Die Nachfrage wächst von Jahr zu Jahr. Aber jetzt haben sich Firmen schon angemeldet, bevor die Einladung raus war." So sei auch keine Nachmeldung mehr möglich, sagte er.

VSW-Vorsitzender Axel Stehr betonte, dass das Einzugsgebiet größer werde. "Früher stellten sich Betriebe aus der Nachbarschaft vor. Dieses Mal kommen sie auch aus Schwarzenbek und Ahrensburg", sagte er. Kein Wunder, alle müssten bei der Nachwuchssuche mit der Großstadt und klangvollen Namen wie Airbus oder auch Lufthansa konkurrieren.

Wirtschaftsförderer Pohle begrüßte besonders, dass sich sieben Handwerksbetriebe vorstellten: "Sie bringen viele unterschiedliche Berufsbilder mit und bieten teilweise einen dualen Studiengang an." Die Hochschule für Angewandte Wissenschaft (HAW) in Lohbrügge ergänzt das Angebot mit Bachelor- und Master-Studiengängen.

Auch auf Schülerseite ist das Interesse groß. 14 Schulen zwischen Bergedorf, Schwarzenbek und Trittau haben sich mit 800 Schülern angemeldet. Sie werden im 30-Minuten-Takt eingelassen. Unabhängig davon sind Neugierige, auch Angehörige, willkommen.

Organisatorin Antje Bebert vom Kulturbetrieb macht den jungen Leuten Mut, auch Bewerbungsunterlagen mitzubringen und nach Praktikumsplätzen zu fragen.