Zukunft

Schulen sorgen für Diskussionsstoff

Reinbek (sho). Brisante Themen werden heute in der ersten Sitzung nach der politischen Sommerpause im Sozial- und Schulausschuss behandelt. Erneut steht die Zukunft der Grundschule Schönningstedt auf der Tagesordnung.

Der Beschluss, sie zum Schuljahr 2017/18 auslaufen zu lassen, war vor den Ferien vertagt worden, steht jetzt allerdings erneut zur Debatte. Die Pläne hatten einen Sturm der Entrüstung unter den Schönningstedter Eltern ausgelöst. Ihre Argumentation: Die Schule habe eine immense Bedeutung als Mittelpunkt des intakten Dorflebens und ermögliche es jungen Eltern Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen.

Heute (19 Uhr, Sachsenwald-Forum, Hamburger Straße 4-8) haben die Mütter und Väter die Gelegenheit, den Gutachter kennenzulernen, der die Prognosen für die Schülerzahlen vorstellen wird. Auf seine Auswertungen stützen sich die Politiker maßgeblich. In der vergangenen Sitzung hatte eine Autopanne seine Teilnahme verhindert.

Fraglich ist jedoch, ob heute Abend eine Entscheidung fallen wird, oder die Politik die nächste Diskussionsrunde einläutet.

Anregende Auseinandersetzungen sind auch beim Thema Gemeinschaftsschule Reinbek zu erwarten. Schulleiter Frank Lölling möchte dort eine gymnasiale Oberstufe anbieten. Reinbeker Schüler könnten dann nicht nur an der traditionsreichen Sachsenwaldschule ihr Abitur machen, sondern auch am Schulzentrum Mühlenredder. Demnächst werden erste Gespräche mit dem Bildungsministerium geführt. Zuvor müssen die Reinbeker Politiker jedoch klären, ob sie das Schulsystem dahingehend umstrukturieren möchten. Fraglich ist beispielsweise, ob Reinbek damit seinem eigenen Gymnasium Konkurrenz macht, ob es genug Schüler gäbe, die Interesse haben, an der Gemeinschaftsschule Abitur zu machen, und ob das Schulzentrum Mühlenredder damit auch attraktiv für Schüler umliegenden Städten und Gemeinden werden würde.