Betreuung

Planschspaß vor dem Einschulungs-Ansturm

Reinbek (sho). Noch haben zwölf Ferienkinder die Grundschule Klosterbergen mit dem großen Pausenhof ganz für sich. Auf dem Stundenplan stehen Grillen, im großen Pool planschen, Klettern, Waldspaziergänge oder Besuche in der Spielscheune und im Planetarium.

In wenigen Tagen jedoch erlebt die Schule einen Ansturm von Kindern. Mit 69 Schülern werden so viele Mädchen und Jungen eingeschult wie lange nicht. An der Grundschule Mühlenredder sind 64 Kinder angemeldet, an der Grundschule Schönningstedt 26, an der Gertrud-Lege-Schule 82.

Unter den 69 Kindern an der Grundschule Klosterbergen sind acht mit besonderem Förderbedarf. Für sie stehen nicht nur die regulären 14 Lehrer und eine Sonderpädagogin bereit, sondern auch ein Mitarbeiter aus dem Bundesfreiwilligendienst - kurz Bufdi genannt.

Franziska Mansen (19) war die erste junge Frau, die das neue Angebot zwischen Schulabschluss und Studienbeginn nutzte. Die letzte Ferienwoche wird auch gleichzeitig ihre letzte Arbeitswoche sein. Nach acht Monaten läuft ihr Vertrag aus, ein junger Bergedorfer wird ihren Job übernehmen. Er möchte später auch Grundschullehrer werden.

"Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Die junge Mitarbeiterin hat 39 Stunden gearbeitet und war den ganzen Schultag über für die Kinder ansprechbar, da sie nicht nur mit im Unterricht war, sondern auch bei der Nachmittagsbetreuung", resümiert Schulleiterin Katrin Rabe. Eine wertvolle Unterstützung für die Lehrer und Betreuer.

Der Kinderansturm am Schulanfang wird auch für letztere viel Arbeit bedeuten. Die Mitarbeiter des Betreuungsvereins kochen selber für die Schüler und das Angebot kommt an. "Vor acht Jahren haben wir mit 16 Kindern angefangen, jetzt sind fast 70 angemeldet", sagt Rabe. Langfristig müsse darüber nachgedacht werden, ob ein Catering-Unternehmen einen Teil oder das ganze Angebot übernimmt. "Ich habe Hochachtung vor dem, was die Betreuer täglich leisten", so Rabe. Denn so "schmeckt" Schule Kindern nicht nur sprichwörtlich.