Zweite Chance

Dank Familie Rudolf gibt es für Cocker Hardy ein Happy End

Wentorf/Reinbek (st). "Wann kommt Hardy?" Mit dieser Frage lag die zweijährige Emma ihrer Mutter Antje Rudolf tagelang in den Ohren. Ganz klar: Der zehn Jahre alte Cocker-Spaniel-Rüde ist bei Familie Rudolf in Wentorf mehr als willkommen.

"Wir haben in der Bergedorfer Zeitung gelesen, dass seine Besitzer ihn einschläfern lassen wollten, obwohl das eigentlich unnötig war", erzählt Orm Rudolf. "Das fanden wir sehr traurig. Wir wollen ihm eine zweite Chance geben."

Die Familie hat den Rüden zunächst für die Tierschutzrechtorganisation Einhorn in Pflege genommen. "Wir haben bereits Higgins, einen Labrador, den ich mit ins Büro nehme", sagt Rudolf, der im Management der Papier Union arbeitet. "Meine Frau will jetzt Hardy mit zur Arbeit nehmen. Wenn das alles klappt und Higgins nicht zu sehr zurückstecken muss, wollen wir Hardy gern behalten." Noch lässt der vierjährige Labrador den Neuzugang einfach links liegen. "Er ruht in sich, ist aber auch sensibel", weiß sein Herrchen.

Karen Schönbrodt, Leiterin von Einhorn, ist von Familie Rudolf begeistert: "Mensch Hardy, da bist du ja in einen Goldtopf gefallen." Dem Rüden mussten zwölf Zähne gezogen werden und er muss Medikamente für seine Augen bekommen. Doch jetzt tollt er glücklich mit Emma durch den Garten.

Einhorn sucht zurzeit vor allem für ausgesetzte Kaninchen und Meerschweinchen ein neues, artgerechtes Zuhause. Kontakt über Telefon: (0171) 536 06 31.