Parkhaus

Freie Fahrt am Krankenhaus

Reinbek. "Alles funktioniert", sagt Heinz Küsel und schiebt die erste Karte in den Automaten. Der Technische Betriebsleiter des Krankenhauses hat sicherheitshalber vor der Einweihung des Parkhauses an der Loddenallee mit seinem Safira die drei Ebenen befahren.

Gestern öffnete sich dann die Schranke ganz offiziell für Besucher.

Als erster durfte Bürgermeister Axel Bärendorf auf die Einfahrt an der Maria-Merkert-Straße zusteuern. Er meisterte den Parcours ohne Probleme und nach wenigen Minuten tauchte sein schwarzer Volvo an der Ausfahrt zur Loddenallee auf. Ab sofort können es ihm Parkplatzsuchende nachmachen. Die erste halbe Stunde ist frei, danach kostet das Parken einen Euro pro Stunde. Die maximale Tageshöchstmiete beträgt zehn Euro.

Frauen, die abends noch einen Besuch im Krankenhaus machen, müssen sich auch in der dunklen Jahreszeit nicht fürchten. An den acht Frauenparkplätzen gleich links neben der Einfahrt gibt es Notruf-Knöpfe. Zusätzlich ist eine von drei Kameras auf die Stellplätze gerichtet. Die Bilder werden in die Zentrale an der Eingangshalle übertragen.

Mit der Eröffnung entschärft sich die Situation an der Loddenallee deutlich. Bisher gab es hier knapp 200 offizielle Parkplätze. 123 neue stehen auf drei Ebenen für Besucher von Patienten und die 800 Mitarbeiter zur Verfügung. Die untere Ebene ist mit 42 Parkplätzen für die Mitarbeiter reserviert. Insgesamt hat der Bau den Träger des St. Adolf-Stifts, die Katholische Wohltätigkeitsanstalt zur Heiligen Elisabeth, zwei Millionen Euro gekostet.

"Die Investition wirft sicher keine großen Gewinne ab, aber Sie können damit große Sorgen minimieren", dankte Bärendorf dem Kaufmännischen Direktor Lothar Obst dafür, dass das Krankenhaus auch finanziell Verantwortung für sein Umfeld zeigt. "Das ist eines der ersten Projekte meiner Amtszeit, das ich von Anfang an begleitet habe. Es nimmt uns für die Zukunft viele Sorgen. Denn die Belastung durch die steigende Zahl parkender Fahrzeuge von Besuchern und Mitarbeitern an den Waldrändern zeigte uns: Hier muss etwas passieren." Eine punktuelle Belastung an einem Ort sei besser, als sich nach und nach weiter in den Wald hineinzuarbeiten. Auch gestern, vor der Eröffnung des Parkhauses, waren alle offiziellen Parkplätze besetzt. Die Schlange der Autos hatte sich bis weit hinter das Waldhaus bis in den Waldweg ausgedehnt.

Obst gab den Dank an das Rathaus und alle am Projekt beteiligten Ämter für die konstruktive Zusammenarbeit zurück. "Ich möchte mich auch explizit bei unserer Technischen Abteilung bedanken, die den Bau durch ihre engagierte Arbeit vorbereitet und in nur neun Monaten Bauzeit mit Hilfe externer Partner organisiert hat."