Partnerstadt

Reinbeks Jugend nimmt Kurs auf Kolo

Reinbek (amü). 29 Jugendliche steuern am Mittwoch mit JUZ-Leiter Michel Richter-Brehm Reinbeks Partnerstadt Kolo an.

"So ein Austausch bildet", sagte Bürgermeister Axel Bärendorf und begrüßte, dass damit der Austauschgedanke neu belebt werde. Es ist das zweite Treffen mit dem Jugendzentrum außerhalb einer bisher "mehr oder weniger gelebten Verwaltungspartnerschaft".

Vor einem Jahr waren junge Polen das erste Mal für einen Kulturaustausch zu Gast in der Schloßstadt. "Sie hatten bei einem persönlichen Besuch die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen, hautnah am Alltag teilzunehmen", sagt Uta Schulz, Vorsitzende des Partnerschaftskomitees der Stadt. In Zeiten von Facebook haben einige der Teilnehmer bereits Kontakte auf eigene Initiative vertieft und sich bei Gelegenheit in Deutschland getroffen, erzählt Fabian Gailus (24).

Für den ersten Besuch in Polen gab ihnen Uta Schulz Tipps für den Verhaltenskodex auf den Weg, um einem Tritt ins Fettnäpfchen vorzubeugen. Denn die Mentalität unterscheide sich stark von der deutschen. Nationalbewusstsein und Symbole wie Flaggen haben in dem kleinen Land mit dramatischer Geschichte eine wichtige Bedeutung. "Was uns manchmal befremdlich vorkommt. Aber gerade das macht den Austausch spannend", ist sie sicher. Auch die Kleiderordnung sollten überzeugte Jeansträger beachten. "Die Polen legen bei Empfängen sehr viel wert auf ein gepflegtes Äußeres und sind sehr gastfreundlich, vor allem was die Bewirtung angeht", so Meier. Auch die Einkommenssituation ist anders ist als in Deutschland. Eine Studienrätin verdiene in Polen 700 Euro.

Die Jugendlichen zahlen je 25 Euro für die Reise. Zuschüsse der Stadt, der Awo und des Deutsch-Polnischen Jugendwerks fließen ebenfalls in das Projekt.