Versammlung

Was kosten Anwohner EU-Laternen

Reinbek. Vor wenigen Tagen waren knapp 21 000 wahlberechtigte Reinbeker aufgerufen, ihre neue Landesregierung mit zu wählen. Jetzt haben sie Gelegenheit, direkt ihre Stimme einzubringen.

Denn die schleswig-holsteinische Gemeindeordnung sieht vor, dass bei wichtigen Angelegenheiten eine Einwohnerversammlung (EV) einberufen werden kann. Bürger haben sogar die Möglichkeit, bei der für morgen (Donnerstag, 10. Mai) angesetzten EV "ihr" Thema auf die Tagesordnung zu setzen, wenn sie mehr als die Hälfte der Anwesenden überzeugen. Die Versammlung wird um 19.30 Uhr vom stellvertretenden Bürgervorsteher Tomas Unglaube in der Aula des Schulzentrums am Mühlenredder eröffnet. Vor allem zwei Themen kommen auf den Tisch: Brüssel fordert aus Energiespargründen die Umrüstung der Straßenlaternen. Dafür müssen Bürger zur Kasse gebeten werden. Darüber hinaus geht es um den Lärmschutz an der K 80.

Zum Thema "Straßenbeleuchtung" werden in den kommenden Jahren etwa 5000 Anlieger Post von der Stadt bekommen, denn sie sollen finanziell zu 75 Prozent beteiligt werden. Etwa 500 Euro koste der Austausch einer Straßenleuchte, sagt Bauamtsleiter Sven Noetzel. Das erste Bauprogramm für den Ersatz von 400 Lampen sei beschlossen. "Wir müssen etwas tun", sagt Noetzel. 2000 Leuchten müssten bis 2015 ausgetauscht werden, danach dürfen die Lampenköpfe mit quecksilberhaltigem HQL-Leuchtmittel nicht mehr verkauft werden. Modelle der neuen LED-Leuchten werden Mitarbeiter des E-Werks bei der Versammlung vorstellen.

Auch Karten, die über die Lärmbelästigung an Reinbeks Straßen Auskunft geben, hängen an diesem Abend aus. Der Lärmschutz bewegt auch das Bauamt: "Die Belastung der K 80 nimmt stetig zu. Da muss etwas passieren", ist Noetzel überzeugt. Allerdings sei die EV nicht geeignet, die Probleme zu lösen: "Wir haben viele Ideen, kein Geld, und das ist nicht unsere Straße." Hier sei der Kreis in der Verantwortung.