Straßensanierung

Die Anwohner lassen nicht locker

Reinbek (sho). Der beharrliche und friedliche Protest gegen die vermeintliche "Luxussanierung" von Rosenstraße und Cronsberg zeigt Wirkung. Das Bauprogramm, das von den Anwohnern hart angegriffen wird, dreht eine weitere Runde im Rathaus.

Der Bürgermeister wird beauftragt, ein überarbeitetes Konzept vorzulegen, das nur die Sanierung der Fahrbahn in gleicher Breite sowie die Erneuerung der Straßenlampen vorsieht. Geprüft wird, ob die alten Gehwege und Kantsteine bleiben können oder ebenfalls erneuert werden müssen. Letzteres hatten die Anwohner der betroffenen Straßen immer wieder angezweifelt und ihren Unmut darüber zum Ausdruck gebracht, dass die Verwaltung ein Bauprogramm vorgelegt hatte, das weit über die politischen Beschlüsse hinausgehe.

"Vor ihnen sitzen die, die zahlen sollen, zu 75 Prozent", sagte Dieter Kwoll, Sprecher der Initiative, in der Einwohnerfragestunde des Bauausschusses am Dienstagabend. "Wir sitzen hier nicht, weil wir Ärger machen wollen, sondern weil wir das Geld nicht haben", so Kwoll. Seit Monaten haben er und seine Mitstreiter sich in die Thematik eingearbeitet und mit sanftem Nachdruck in den Ausschusssitzungen darauf hingewiesen, dass eine sparsamere Sanierungsvariante möglich sei.

Einstimmig folgten die Politiker diesem Ansatz, auch vor dem Hintergrund, dass die erneute Prüfung weiteres Geld kostet. Denn Bauamtsleiter Sven Noetzel hatte klar formuliert, dass eine mehrfache Prüfung mit dem eigenen Personal nicht durchgeführt werden könne. "Die Wahrscheinlichkeit, dass wir die Baumaßnahme jetzt in diesem Jahr noch fertig bekommen, ist sehr gering", sagte er vor dem Hintergrund des politischen Beschlusses.

Ernst-Dieter Lohmann, Vorsitzender des Bauausschusses, hat die Linie für die nächste Sitzung am 8. Mai schon vorgegeben. "Das nächste Mal wird entschieden, und wenn wir bis zum nächsten Morgen tagen."