Wirtschaft

1680 Firmen nach Stormarn geholt

Reinbek (sho). "Wirtschaftsförderung mit Bodenhaftung" nennt die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) das, was sie seit nunmehr 55 Jahren im Kreis betreibt.

Damit ist die WAS eine der ältesten Wirtschaftsförderungsgesellschaften in Deutschland und hat Anlass zum Feiern. Die Bilanz, die die WAS anlässlich ihres kleinen Jubiläums zieht: "Insgesamt hat die WAS mehr als 1680 Betriebe nach Stormarn geholt und mehr als 53 500 Arbeitsplätze neu geschaffen", freut sich Geschäftsführer Norbert Leinius.

Die Stunde Null der WAS schlug in den 1950er-Jahren. Zu dieser Zeit war der Kreis Stormarn landwirtschaftlich geprägt, Industriebetriebe waren kaum vorhanden. "Es fehlten Gewerbeeinnahmen, andererseits stiegen aufgrund massiver Flüchtlingsströme die Aufwendungen für Infrastrukturmaßnahmen. Die erste Aufgabe der WAS bestand darin, Gewerbegebiete zu schaffen und Ansiedlungsmöglichkeiten für Betriebe zu ermöglichen. Das Ziel: Arbeitsplätze schaffen und das Gewerbesteueraufkommen der Kommunen erhöhen.

Nach Harksheide begannen 1959/1960 die Vorbereitungen für das interkommunale Gewerbegebiet Reinbek/Glinde. Erste Ansiedlungen erfolgten Mitte der 1960er-Jahre. 1966: Rickertsen Produktion, 1967: Amandus Kahl, 1968: Gossler. "Insgesamt hat die WAS bei rund 160 Betriebsansiedlungen mitgewirkt", sagt Leinius.

2001 schrieb die Erfolgsgeschichte der WAS ein weiteres Kapitel. Das Gewerbegebiet Reinbek-Haidland mit einer Gesamtgröße von 23 Hektar wurde erschlossen. Mittlerweile haben sich dort 25 Betriebe angesiedelt. Es gibt nur noch rund 3,5 Hektar freie Fläche, von der bereits zwei Hektar fest für die Firma Michaelis als Erweiterungsfläche reserviert sind.

Die starke Nachfrage in diesem Gebiet setzte 2006 ein, nachdem der Anschluss über die K 80 an die A1 erfolgt war. "Aufgrund der guten Erreichbarkeit Hamburgs per Straße und Schiene und der kreuzungsfreien Anbindung an die A 24 haben sich Unternehmen aus verschiedenen Leitbranchen wie Maschinenbau, Verlagswesen, Gesundheitswirtschaft für Reinbek entschieden", bilanziert der WAS-Geschäftsführer. Reinbek gehört zur Standortkategorie 1, ist Premium-Fläche. Die Bilanz der WAS erklärt er so: "Wir sind so wie die Menschen, die uns seit unseren Anfängen begleiten. Ideenreich, tatkräftig und bodenständig."

"Wir sind so, wie die Menschen, die uns seit unseren Anfängen begleiten. Ideenreich, tatkräftig und bodenständig."

Norbert Leinius, Geschäftsführer der WAS