Ausbau

Neue Protestrunde an der Rosenstraße

Reinbek (amü). Mit einem guten Gefühl hatten die Anwohner von Rosenstraße und Cronsberg die Sitzung des Bauausschusses im Februar verlassen.

Ein teurer "Luxusausbau" schien abgewendet. Der Bürgerprotest zeigte Erfolg: Die Politiker sprachen sich mehrheitlich für einen finanziell schonenden Ausbau der Straßen aus. Die Pläne aus dem Rathaus sollten überarbeitet werden, um die vorgesehen Kosten von 750 000 Euro zu reduzieren. Über das Bauprogramm soll heute Abend in der Sitzung des Bauausschusses (19.30 Uhr) beraten werden. Anwohner kündigten erneut Proteste an. "Unsere Vorstellungen wurden darin nicht umgesetzt", sagt Dieter Kwoll, Sprecher der Initiative.

Die Anwohner seien davon ausgegangen, dass sich am Straßenverlauf, den Bürgersteigen und der Entwässerung nichts ändern werde, so Kwoll. "Nur die Straße sollte erneuert werden." Die Kosten hätten so deutlich unter 500 000 Euro gesenkt werden können, fasst er die Hoffnung der etwa 200 Anwohner zusammen.

Da gebe es Missverstände, entgegnet Bauamtsleiter Sven Noetzel: "Wir können die Straße nicht für die Hälfte herstellen." Darauf sei im Bauausschuss immer wieder hingewiesen worden. "Es wurde auch nie beschlossen, dass die Gehwege nicht angefasst werden", ist Noetzel sicher. Wenn die Straße ausgekoffert wird, müssten die Kantsteine umgesetzt werden. Damit die Asphaltierungsmaschine durchkomme, müsse die Straße konstant auf fünf Meter begradigt werden.

Nach den Ursprungsplänen sollte die Straße auf 5,50 Meter verbreitert werden.