Frauenklinik

Krebs-Sprechstunde geplant

Reinbek (bz). Nachdem Dr. Knut Schirrmacher nach 28 Jahren (wie berichtet) am Mittwochabend in den Ruhestand verabschiedet wurde, hat jetzt Prof. Dr. Jörg Schwarz die Regie übernommen.

Der 47-Jährige war zuletzt als Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie, Onkologie & Brustzentrum in der Asklepios Klinik Nord tätig. Der 1964 in Jülich geborene Rheinländer studierte Medizin an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, an der er 1994 zum Nierenzellkarzinom mit Magna cum laude promovierte. Die Weiterbildung zum Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe absolvierte Schwarz in den Frauenkliniken der TU München und des UKE in Hamburg sowie in der Klinik für Geburtsmedizin der Berliner Charité. Schwarz ist im Juli 2010 von der Uni Hamburg zum außerplanmäßigen Professor ernannt worden. Sechs Jahre lang war er Leitender Oberarzt und Stellvertreter des Direktors der Klinik für Gynäkologie an der Frauenklinik des UKE. In dieser Zeit wurde er 2007 zum Leiter des Schwerpunktes Operative Onkologie und plastisch-rekonstruktive Chirurgie ernannt.

Das gute Konzept der Geburtshilfe im St. Adolf-Stift werde er so weiterführen und die Hebammen und Krankenschwestern bei ihrer hervorragenden Leistung unterstützen. Als Facharzt mit Schwerpunkt gynäkologische Onkologie wird Schwarz im Auftrag des Krankenhausdirektoriums die operative Seite der Frauenklinik weiter ausbauen. Der Kaufmännische Direktor Lothar Obst erklärt: "Wir haben Prof. Schwarz ans Krankenhaus Reinbek geholt, da er ausgewiesener Experte für die Behandlung von Brustkrebs und gynäkologischen Krebserkrankungen ist."

Prof. Schwarz plant die Etablierung eines Zentrums für gynäkologische Krebserkrankungen in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen des St. Adolf-Stiftes und niedergelassenen Frauenärzten und Onkologen. Hierzu gehört auch die Etablierung spezieller Sprechstunden. "Wir starten zunächst mit einer Beratung für Krebsvorstufen (Dysplasie), einer für gynäkologische Krebserkrankungen und einer Brustsprechstunde." Auch für die Therapie gutartiger Erkrankungen werden zwei Sprechstunden angeboten.